Mittwoch, Dezember 15, 2004

Wem das Handy kuckuckt

Piept´s bei Ihnen auch manchmal? Könnte sein, dass mein Frankfurter Parteivorsitzender neben Ihnen steht und einen Anruf auf seinem Handy erhält. Hat was Bodenständiges, finde ich. Meine Oma hatte früher auch ne Kuckucksuhr in der Küche an der Wand. Hat sie mal von ner Busfahrt aus dem Schwarzwald mitgebracht. 

 Als Anhänger der strukturfunktionalistischen Lehre von Bronislaw Malinowski, den ich als "Vater aller Feldforschung" während meines Ethonologie-Studiums in Mainz schätzen gelernt habe, mache ich mir natürlich Gedanken über die Wahl des Klingeltons. Mir gefällt momentan die Melodie vom Kinofilm "Der Exorzist" recht gut. Da mein olles Nokia nur monogam und nicht polyphon ist, bleibt es bis auf weiteres bei der Melodie von "Axel F." aus dem Beverly Hills Cop. 

 Doch zurück zu Malinowski. In seinem 1929 erschienen Werk "Über das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest-Melanesien" beschreibt er detailliert die soziale Organisation der Trobriander, d.h. ihre sozialen Riten, ihre Partnerwahl und ihr Sexualverhalten. Ihn beeindruckte, dass Sexualität gerade nicht - wie damals in Mitteleuropa üblich - verdrängt wird, sondern zum Alltag der Menschen gehörte. So standen den Jugendlichen so genannte Jugendhäuser zur Verfügung, wo sie ihre Sexualität spielend ausprobieren können. Dies wurde als wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden betrachtet und von der gesamten Gemeinschaft gefördert. Ohne Stoppuhr oder Kuckucksruf. 

 Was bedeutet es nun, wenn der Frankfurter SPD Vorsitzende, der ja auch gleichzeitig Dezernent für Jugend und Soziales ist, einen Kuckuck als Klingelton auf seinem Handy installiert hat? Immerhin zählt der "Cuculus canorus" nicht gerade zu den friedliebenden Singvögeln (was für ein Klingelton hat eigentlich unser Kulturdezernent Hans-Bernhard Nordhoff?), sondern ist ein ausgewiesener Raubvogel. Er (der Kuckuck, nicht der Sozialdezernent) baut kein eigenes Nest, sondern legt sein einziges Ei in fremde Nester. Ist also ein Brutschmarotzer. Kuckucksküken haben die Angewohnheit, andere Vogelkinder einfach aus dem Nest zu werfen. 

Ist der Kuckuck auf dem Handy also der akustische Vorbote, dass der Vorsitzende der Frankfurter SPD die linken Küken bei der nächsten UBV-Wahl im April kommenden Jahres für eigene Singvögel aus dem Nest werfen wird? Umgangssprachlich ist der Kuckuck ja auch die Bezeichnung für das amtliche Pfandsiegel des Gerichtsvollziehers, welches bei Konkurs auf gepfändete Gegenstände geklebt wird. Doch ich glaube nicht, dass der Parteivorsitzende mit seinem Handy darauf aufmerksam machen will, dass der Pleitegeier über der Frankfurter SPD kreist. 

 Vielleicht kuck´ ich heute abend noch mal bei jamba.de rein. Einfach aus Interesse, was es noch so an Vögeln und Tönen gibt.

Freitag, Dezember 10, 2004

Rammstein

Wir waren namenlos, ohne Lieder, etwas wortlos, waren wir nie wieder, etwas sanglos, sind wir immer noch, dafür nicht klanglos, man hört uns doch.

Sie waren nicht zu überhören. Rammstein. Ein optisches und akustisches Klanggewitter, das über Frankfurt hereinbrach. Klänge, die das Adrenalin pumpen lassen. Eine Lightshow, die mit optischen Symbolen überwältigt. Die Bühne, eine Mischung aus Kernkraftwerkszentrale im Innern eines lange versunkenen U-Boots. Und eine Pyroshow, die auch dem Letzten in der völlig ausverkauften Festhalle einheizte.

Nach einem Windstoß, ging ein Sturm los, einfach beispiellos, Es wurde Zeit, Los!

1993 gegründet ist Rammstein heute einer der erfolgreichsten deutschen Musikexporte. Ob Russland oder Amerika, die Gruppe gehört zu den bekanntesten Bands aus Deutschland, deren kompromissloser Stil und düster-schwermütigen deutschen Texte im Ausland sehr gut ankommen. Auch ich kann mich der Faszination von Frontsänger Till Lindemann absolut nicht entziehen.

Sie waren sprachlos, zu sehr schockiert, Sehr ratlos,"Was war passiert?" Etwas fassungslos, und garantiert, verständnislos, "Das wird zensiert!"
"Wenn mein Vater wüsste, dass ich heute abend bei Rammstein auf dem Konzert gewesen bin, würde er mich enterben," flüstert ein junger Mann mit Mannheimer Dialekt verschwörerisch seinen Freunden zu, die mit ihm auf die 16 warten. Die anderen nicken verständnisvoll. Mir erging es nicht besser, eine Menge Freunde und Bekannte hat mich irritiert bis erstaunt angesehen, als ich sagte, ich hätte auch eine Karte für das ausverkaufte Konzert. "Ist das politisch korrekt?" fragte mich einer. Die politische Ausrichtung von Rammstein hat schon immer polarisiert. Seit ihren Gründungstagen haftet der Band ein braunes Image an. Der tiefe expressive Gesang mit charakteristischem rollendem „r“ und die Brachialität ihrer Texte haben Rammstein ein Nazi-Image verpasst. Doch Glatzen mit Springerstiefeln sind heute abend in der Festhalle eher eine verschwindende Minderheit.

Sie sagten grundlos: "Schade um die Noten, So schamlos! Das gehört verboten! Es ist geistlos, was sie da probieren, so geschmacklos, wie sie musizieren, Es ist hoffnungslos! "hirnlos,hilflos, Sie sind gott...los!

Rammstein selbst hat immer wieder erklärt, dass sie sich als unpolitische Band sehen. Auf ihre Lightshow, die Laserstrahlen zu gigantischen Lichtkathedralen in der Festhalle auftürmt, wäre jedoch auch eine Leni Riefenstahl stolz gewesen. Vielleicht macht man es sich mit der Fascho-Klatsche aber auch zu einfach? So wie die FAZ, die im Sommer über die Fans von Rammstein, Schiller und Wolfsheim schrieb, dass das die Generation der "Böhsen Enkelz" sei, die nichts verstanden hätte. Es ist immer leichter, andere als "Nazis" in die braune Ecke zu stellen. Wenn man keine Lust hat, sich mit der Musik von Rammstein auseinanderzusetzen. Ehrlicher wäre vielleicht zu sagen, dass man die martialische Richtung der Band einfach nicht mag. Das zu schreiben wäre jedoch langweilig. Würde nicht genug Aufmerksamkeit in den Feuilletons erregen und weiter polarisieren. Und wer ehrlich ist, weiß dass Rammstein mit dem Feuer spielt, wenn sie Songs wie "Links 234" mit einem militärisch stampfenden Stil und einem Video mit tausenden von gleichgerichtet marschierenden Ameisen konterkarrieren.

Wir waren namenlos, wir haben einen Namen, waren wortlos, die Worte kamen, Etwas sanglos, sind wir immer noch, dafür nicht klanglos, das hört man doch! Wir sind nicht fehlerlos, nur etwas haltlos, ihr werdet lautlos, und ... los

Rammstein spielt mit Ängsten. Vor Tod und Verstümmelung zum Beispiel. Als "Mein Teil" angestimmt wird, jagt Till Lindemann zu Sätzen wie "Die stumpfe Klinge gut und recht, ich blute stark und mir ist schlecht, muss ich auch mit der Ohnmacht kämpfen, ich esse weiter unter Krämpfen" mit blutiger Schürze, Kochmütze und Schlachtermesser um einen riesigen Kochtopf über die Bühne. In Anspielung auf Armin Meiwes, den die Boulevardpresse als "Kannibalen von Rothenburg" bezeichnete, tobt der Saal zum Refrain "Denn, du bist, was du isst."

Wir waren namenlos, und ohne Lieder, recht wortlos, waren wir nie wieder, Etwas sanglos, sind wir immer noch, dafür nicht klanglos, man hört uns doch. Nach einem Windstoß, ging ein Sturm los, einfach beispiellos. Wurde zeitlos. Wir waren los, Wir waren los... (Textpassagen von "Los", vom Album "Reise,Reise")

Nach mehreren Zugaben verlasse ich zur Musik von "Engel" tief beeindruckt die Festhalle. Vor mir tragen zwei junge Mädels im Gedränge die neuesten T-Shirts der Rammstein-Tour 2004. Und ich lese "Weiter, weiter ins Verderben. Wir müssen leben, bis wir sterben." Noch lange hallen die Klangwelten von Songs wie "Du hast" in meinen Ohren nach.

Donnerstag, Dezember 09, 2004

eBay wird Duldung von Identitätsklau verboten

Hatte ja im Oktober über meine Geschichte mit eBay und dem Identitätsklau in drei Akten hier geschrieben. 


Anscheinend gibt es jetzt wieder Bewegung, denn heise.de hat gestern berichtet, dass ein Gericht eBay verbietet, Identitätsklau zu dulden 

Am vergangenen Freitag, dem 3. Dezember, hat das Amtsgericht (AG) Potsdam eine Entscheidung getroffen, die neue Bewegung in zahlreiche Fälle von Identitätsklau durch eBay-Betrüger bringen dürfte (Az. 22 C 225/04, siehe auch die Website des Klagevertreters). Geklagt hatte ein eBay-Teilnehmer, dessen Namensdaten für Acccountfälschungen missbraucht worden waren. Er wollte eBay daran hindern, weiterhin Anmeldungen von Fake-Accounts unter Benutzung seiner Adress- und Geburtsdaten zuzulassen, und hatte bereits im Februar beim gleichen Gericht eine entsprechende einstweilige Verfügung gegen die Betreiber erwirkt, die nun durch das Hauptsacheurteil in erster Instanz bestätigt wurde. Das AG Potsdam hat die Unterlassungsklage des eBay-Teilnehmers als begründet anerkannt und den Betreibern des Online-Marktplatzes als "mittelbaren Störern" verboten, unter Namen und Anschrift des Klägers andere Teilnehmer als ihn selbst zum Handel auf eBay zuzulassen. Sollte dies doch geschehen, droht den Betreibern die Zahlung eines Ordnungsgelds in Höhe von 250.000 Euro. Der Streitwert für das Verfahren war auf 52.650 Euro festgesetzt worden. 

 Der Kläger hatte darauf hingewiesen, dass die eBay-Betreiber durch die Schaffung ihrer Handelsplattform eine Gefahrenquelle geöffnet haben, die einen Identitätsdiebstahl relativ einfach ermöglicht. Das Gericht schloss sich der Ansicht an, eBay sei somit dazu verpflichtet, bei vorliegenden Hinweisen auf bereits erfolgten Missbrauch der Namensdaten des Klägers weitere Transaktionen dieser Art zu verhindern. 

Die klagende Partei argumentierte unter anderem mit dem "Rolex-Urteil" des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11. März 2004 (Az. I ZR 304/01). Dieses geht davon aus, dass ein Internet-Auktionshaus wie eBay nicht nur verpflichtet ist, Angebote zu sperren, die Rechte Dritter verletzen, sondern darüber hinaus auch Vorsorge dafür zu treffen hat, dass es in der Zukunft nicht zu weiteren gleich gelagerten Rechtsverletzungen kommt. Die eBay-Betreiber hatten eingewendet, man könne nicht einfach eine verpflichtende Identitätsprüfung einführen. Das hielt das Gericht auch nicht allgemein für nötig: "Die Beklagte (muss) eine Identitätsprüfung nur in einem ihr zumutbaren Rahmen durchführen ..." 

Da aber der Kläger die Marktplatzbetreiber bereits darauf hingewiesen hatte, dass seine Daten von Dritten für unsaubere eBay-Geschäfte missbraucht worden waren, sah das Gericht nun die Betreiber in der Pflicht, eine Fortsetzung dieses Accountdiebstahls und damit auch weitere Neuanmeldungen unter den Namens- und Adressdaten des Klägers zu verhindern. Dem Einwand der beklagten Partei, wer seine Adresse und sein Geburtsdatum irgendwo im Internet bekannt mache, sei selbst schuld, wenn andere diese Daten zum Einrichten von Fake-Accounts auf dem Online-Marktplatz nutzen würden, mochte das Gericht sich nicht anschließen. 

 Die Vorgeschichte des Falls dauert bereits über ein Jahr. Der nunmehr erfolgreiche Kläger hatte festgestellt, dass unter seinem Namen, aber mit einem fremden Account Pullover bei eBay angeboten worden waren und der unbekannte Anbieter die Käufer mit mangelhafter Ware oder gänzlich unterbliebenen Lieferungen über den Tisch zog. eBay hat bereit angekündigt, gegen die noch nicht rechtskräftige Gerichtsentscheidung Berufung einzulegen. 

Wenn sich die Rechtsauffassung des AG Potsdam durchsetzt, haben Opfer von eBay-Accountfälschern, deren Daten trotz Hinweisen an das Unternehmen weiterhin für Fake-Accounts missbraucht werden, eine günstige Voraussetzung, um Unterlassungsansprüche gegen eBay geltend zu machen. 

Dass bislang beim Anlegen eines eBay-Accounts kein eindeutiger Identitätsnachweis zwingend notwendig ist, sehen viele Kritiker als schweres Manko an. Die seit Februar 2003 von eBay für die Anmeldung neuer Teilnehmer praktizierte Schufa-Nachfrage verifiziert lediglich Postanschrift und Geburtsdatum -- Accountfälscher konnten solche Daten vielfach durch das Absuchen von Websites gewinnen. 

 Mitarbeiter des deutschen eBay-Zweigs hatten gegenüber c't bereits im Mai 2004 Stellung zum Problem des Identitätsklaus bezogen. Dabei sprachen sie sich sowohl gegen den Vorschlag aus, dass Mitglieder per Checkbox das Einrichten neuer Accounts unter der eigenen Anschrift verhindern könnten, als auch gegen die schnelle und verbindliche Einführung digitaler Signaturen zum Kundenschutz. 

Till Göhre, Senior Product Manager, wies darauf hin, der Online-Marktplatz verfüge schon über "durchaus effektive Tools" zur Lösung des Problems, und Wolfgang Weber, Leiter des Bereichs Internetsicherheit bei eBay, verwies auf Einrichtungen wie etwa den Status "geprüftes Mitglied", der eine Identitätsüberprüfung voraussetzt. Da es dabei jedoch um freiwillige Maßnahmen geht, nützt dergleichen gegen Accountfälscher nichts. Auch mit dem Hinweis darauf, dass der deutsche eBay-Zweig keine proprietären Alleingänge starten könne und an technische Entscheidungen aus den USA gebunden sei, werden die Marktplatzbetreiber sich nicht auf Dauer den Erfordernissen eines wirksamen Identitätsschutzes verschließen können. (psz/c't) 

Ihr könnt gar nicht glauben, wie ich mich über dieses Urteil freue.

Freitag, Oktober 08, 2004

ebay - ending a never ending story

3,2,1, und nicht mehr meins. Hab heute Post von nem Inkasso Unternehmen bekommen. eBay hätte gerne die Kosten, die coorale@freemail-Anbieter.de beim Verkauf der Rucksäcke verursacht hat, erstattet bekommen. 

Und an wen wendet sich das Inkasso-Unternehmen? Ist doch klar: an denjenigen, den eBay als Postadresse hat. Der Spaß beläuft sich 122,05 Euro. Dass ich kreditwürdig bin, weiss eBay von der SCHUFA. Die haben laut mir vorliegendem Auszug am 11. September 2003, am 4. Februar 2004 und am 24. Februar 2004 meine Identität auf Anfrage von eBay bestätigt. 

Das ist mir ne tolle Sicherheits-Truppe, die dreimal die gleiche Prüfung durchlaufen lässt ohne was zu merken. Seufzend schreib ich ne E-Mail an eBay. Pro forma. Dass meine persönlichen Daten nun schon zum dritten mal bei eBay missbraucht wurden. Und bekomme drei Tage später einen Fragebogen zurück.

Ich werd´ die Truppe für den nächsten Comic-Award im Web vorschlagen. Da Inkasso-Unternehmen aber eher selten Spaß verstehen, nehme ich mir jetzt doch einen Anwalt. Wer sagt eigentlich, dass man in Deutschland nicht auf entgangene Lebensqualität klagen kann, nur weil die größte Online-Plattform mega-schlampig mit Kundendaten arbeitet?

Donnerstag, Oktober 07, 2004

ebay - to be continued

Es ist Sonntag, der 7. März 2004. Habe gestern zwei wütende Anrufe von eBay Kunden bekommen. Wann ich endlich die Eastpack-Rucksäcke liefere, für die sie gezahlt hätten. Unter der E-Mail Adresse coorale@freemail-Anbieter.de würden Rucksäcke in verschiedenen Farben günstig versteigert. Ich versuche den Leuten klar zu machen, dass mir diese E-Mail Adresse nicht gehört. Und jemand meine Postadresse und meine Identität zu Betrugszwecken bei eBay missbraucht.

Leicht angenervt melde ich den Vorfall bei eBay. Prompt erhalte ich das mir schon bekannte Formblatt "Mitteilung über ein Problem mit dem Schutz von Mitgliedsdaten“ verbunden mit der Bitte: „Nennen Sie bei Ihren Anfragen auch immer Ihren Mitgliedsnamen, die der Beteiligten und die Artikelnummer, zu der Sie eine Frage haben. Fuer Ihre Bemuehungen bedanken wir uns recht herzlich. Mit freundlichen Gruessen, eBay-Sicherheit.“ 

Wie schön war es doch früher, zu Beginn des Internets, als man Irritationen problemlos mit Mailbomben ausräumen konnte. Heute ist man leider gezwungen, zivilisierten E-Mail Verkehr zu pflegen. Wo habe ich nur den verflixten E-Mail Schriftverkehr mit eBay vom vergangenen Jahr? 

Diesmal antwortet eBay prompt: „Hallo, vielen Dank fuer Ihre E-Mail. Wir werden das von Ihnen genannte Mitglied genau ueberpruefen und entsprechende Massnahmen ergreifen. Diese Massnahmen koennen aus einem freundlichen Hinweis (bei augenscheinlichen Missverstaendnissen) ueber eine Verwarnung bis hin zum Ausschluss vom Handel auf eBay bestehen, sind also fuer Aussenstehende nicht immer ersichtlich. Datenschutzrechtliche Bestimmungen verbieten uns, naehere Auskuenfte ueber das Ausmass der ergriffenen Massnahmen zu geben. Die Sicherheit und Verlaesslichkeit bei eBay nehmen wir sehr ernst. Daher ueberpruefen wir unsere Mitglieder regelmaessig und sehr genau. Wir danken Ihnen fuer Ihren Hinweis, weil dadurch Ihr Bemuehen, einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit und Transparenz bei eBay zu leisten, zum Ausdruck kommt und wuenschen Ihnen weiterhin viel Spass und Erfolg beim Handeln bei eBay. Mit freundlichen Gruessen, eBay-Sicherheit." 

Irgendwie fühle ich mich nicht so wirklich ernst genommen. Ich schreibe der eBay-Sicherheit, dass das ein Skandal ist und ich jetzt rechtliche Schritte einleite. 

eBay antwortet am nächsten Tag: „Sehr geehrte Frau … Bitte beachten Sie, dass beim Verkauf oder Kauf ueber das Internet Risiken bestehen, die in der Natur des Mediums liegen. Da die Identifizierung von Nutzern im Internet schwierig ist, kann eBay nicht zusichern, dass jeder Nutzer derjenige ist, fuer den er sich ausgibt. Mit freundlichen Gruessen eBay-Sicherheit." 

 Beruhigend zu wissen, dass eBay weiss, dass es Identitätsmissbrauch im Internet gibt. Nicht gut zu wissen, dass Identitätsmissbrauch bei eBay so easy funktioniert. Seit dem 5.November 2002 geht zwar jede Neuanmeldung bei eBay mit einer Überprüfung der persönlichen Angaben, wie Vor- und Nachnamen, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Ort sowie Geburtsdatum durch die SCHUFA einher. Die geben allerdings keine Auskunft über die Kreditwürdigkeit oder die finanzielle Situation des neuen Mitglieds, sondern bestätigen nur dessen Identität und die Adresse. 

Wo wohnt eigentlich Roland Koch? Wann der geboren ist und wo er wohnt steht ja im Internet. Und kreditwürdig dürfte der ja wohl noch sein, oder? Ich träume von 100.000 Ostereiern, die bei eBay seiner harren. Ich geh den Weg, der mir am sinnvollsten erscheint und erstatte am nächsten Morgen Anzeige bei der Kripo Frankfurt, Abt. Wirtschaftskriminalität. Wer hätte je geahnt, dass wir mal dicke Freunde werden.

Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass am 12. Februar 2004 das Amtsgericht Potsdam unter dem Aktenzeichen 22 C 70/04 in einem ähnlichen Fall eine einstweilige Verfügung gegen eBay erlassen hatte. Darin wurde dem Auktionshaus unter Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von bis zu Euro 250.000 oder ersatzweise Ordnungshaft von bis zu 6 Monaten für jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten, Teilnehmer unter der Identität des Antragstellers zum Handel auf der Internetplattform zu registrieren. 

 Am nächsten Sonntag, den 14. März, bekomme ich E-Post von eBay: „Hallo Frau … vielen Dank fuer Ihre E-Mail. Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, beachten Sie bitte, das bei der Nutzung des Internet Risiken bestehen, die in der Natur des Mediums liegen, solange persoenliche Daten oeffentlich zugaenglich sind (z.B. Telefonbuch). Die Sicherheit und Verlaesslichkeit bei eBay nehmen wir aber sehr ernst. Daher ueberpruefen wir unsere Mitglieder regelmaessig und sehr genau. Falls es notwendig sein sollte, dass bzgl. Ihres Anliegens polizeiliche Ermittlungen vorgenommen werden, wird eBay mit den Polizeibehoerden zusammenarbeiten und diese bei ihren Ermittlungen unterstuetzen. Wir werden gern und jederzeit auf Ihre Anfrage hin ueberpruefen, ob eine erneute Anmeldung mit Ihren Adressdaten erfolgt ist. Bitte haben Sie Verstaendnis dafuer, dass wir keine individuelle Rechtsberatung durchfuehren duerfen, da die gesetzlichen Bestimmungen dieses nicht gestatten. Dazu muessten Sie sich gegebenenfalls an einen Rechtsanwalt oder auch an eine Rechtsberatungsstelle wenden. Wir wuenschen Ihnen noch einen schoenen Sonntag. Mit freundlichen Gruessen eBay-Sicherheit.“ 

 Ich hab damals nen dicken Hals bekommen. Und das lag sicher nicht an der fetten Bronchitis, mit der ich mich seit einigen Tagen rumplagte. eBay ist ne echte Tralala-Truppe. 

Im Mai 2004 rief mich die Kripo Frankfurt an. Auf die Jungs ist echt voll Verlass. Der Typ, der freundlicherweise Rucksäcke für mich versteigert hat, wurde ermittelt. Da er in Bayern wohnt, wurde der Fall am 18. Mai 2004 an die Kripo Regensburg überwiesen. Damit, so dachte ich in meiner Naivität, hätte sich der Fall endgültig erledigt. Doch so einfach entkommt man eBay nicht.

Mittwoch, Oktober 06, 2004

ebay - Komisches Drama in drei Akten

Kennen Sie eBay? Die im Fernsehen so nett mit "3, 2, 1, meins" werben. Hatte heute ein grandioses deja vu mit dieser Online-Plattform. Warum? Dafür muss ich etwas ausholen und in meine nähere Vergangenheit zurückkehren. Zum 14. März 2003, einem Freitag. Da begann der erste Akt. 

Als mich morgens um 7.00 Uhr ein Typ, nennen wir ihn mal Traktor-Peter, ziemlich erbost per Telefon aus dem Bett holte und fragte, wann ich endlich das Geld fürs Motorrad überweisen werde. Nach überraschtem Hin- und Her wurde klar, dass ein Spassvogel mit gefakten Nick und einer E-Mail Adresse bei einem Freemail-Anbieter bei eBay mit meiner Postadresse mitgeboten hatte. Ich war - ohne es auch nur entferntest zu ahnen - über Nacht stolze Besitzerin einer kanariengelben Cagiva Mito 2 geworden. Für satte 3400.- Euro. Nachdem sich mein Adrenalinpegel wieder im kontrollierten Bereich bewegte, hab ich mich bei eBay per E-Mail über den Identitätsmissbrauch beschwert. Und bin nach Feierabend zur Polizeiwache 5 in der Hanauer Landstrasse gegangen, um auch im realen Leben Anzeige zu erstatten. 

Die beiden Polizisten dort reagierten echt knuffig und haben mich wie folgt belehrt:

  1.  Da kein erkennbarer Schaden entstanden sei, könne ich auch keine Anzeige erstatten. 
  2. Meine Postadresse steht sicher in öffentlichen Verzeichnissen, wie z.B. einem Telefonbuch. Da könne man nix machen oder "Bekommen Sie keine Postwurfsendungen und fragen sich, woher der Ihre Adresse hat?" 
  3. Eigentlich hätten sie auch nicht wirklich Ahnung von der Materie, da ihre Wache nicht ans Internet angeschlossen sei und ihnen die Erfahrung fehle, ob solche Anzeigen wirklich Sinn machen. Sie seien schon seit fast 30 Jahren hier und würden sicher auch noch den Rest ihrer Dienstzeit ohne diesen elektronischen Kram absitzen.
  4. Wenn ich allerdings im hier und jetzt auf die Anzeige bestünde, müssten sie mich mindestens 1 1/2 Stunden vernehmen. Um zu begreifen, worum es sich konkret handelt. Bevor sie ein Protokoll verfassten, was ihr Vorgesetzter nicht verstünde.
  5. Noch besser sei allerdings, am nächsten Montag mit der Abteilung Wirtschaftskriminalität im Frankfurter Polizeipräsidium zu telefonieren. Die Kollegen dort könnten sicher besser beurteilen, ob so eine Anzeige angenommen würde. 

Zum Abschluss gab es dann den aufmunternden Ratschlag, dass Frauen, die sich in so dubiosen Welten rumtreiben, nicht wirklich wundern müssten, wenn ihnen so was passiert. Hallo? Ist das die Frage: „Wie kurz war gestern abend Ihr Rock, als Sie ins Internet gingen?“ 

Beim Hinausgehen überlege ich, ob ich von der Wache 5 mit meiner Digital nicht mal ein paar hübsche Fotos anfertige und den Laden samt Personal am Wochenende bei eBay zur Versteigerung anbiete. Aus pädagogischen Gründen.

Bei den Websozis bekomme ich Trost. Der Vorschlag, einfach mal auf die Adresse von Roland Koch 20.000 Euro für'n faules Ei zu bieten, erheitert mich. Ich liebe meine virtuelle Welten. Man sollte die Verdienste Roland Kochs für diesen gelungenen Beitrag zum Thema „Innere Sicherheit in Hessen“ doch irgendwie angemessen würdigen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass die Kriminalitäts-Statistik für Frankfurt Wachstumsraten von 12,5 Prozent für das Jahr 2003 verzeichnen würde. Möcht´ net wissen, wie viele Anzeigen durch kompetentes Polizei-Personal abgewimmelt wurden. 

Am 15. März meldet sich dann auch das eBay Germany Team mit salbungsvollen Worten: „Liebes eBay-Mitglied, vielen Dank fuer Ihre Mitteilung. Wir bedauern, erst jetzt auf Ihre Anfrage reagieren zu koennen. Leider verzoegert sich aufgrund einer derzeit hohen Anzahl von Anfragen deren Beantwortung. Bei den Reaktionen auf die schon beantworteten E-Mails haben wir festgestellt, dass sich bei vielen, die sich an uns gewandt hatten, die Beantwortung inzwischen erledigt hat. Sollte die von Ihnen gemeldete Problematik nach wie vor bestehen, moechten wir Sie bitten, uns nochmals eine kurze Mitteilung von Ihrer bei uns registrierten E-Mail-Adresse zu senden. Bitte nutzen Sie dazu die Antwortfunktion Ihres E-Mail-Programmes. Sie können aber auch selbst versuchen, noch einmal Kontakt mit Ihrem Handelspartner aufzunehmen und die Angelegenheit direkt zu klaeren. Hier koennen Sie die Adresse Ihres Handelspartners anfordern: http://blablabla.dll. Fuer den Fall, dass sich die Schwierigkeiten bereits geklaert haben, freuen wir uns fuer Sie und Ihren Handelspartner. Wir hoffen, Sie sehen uns nach, dass wir nicht - wie Sie es von uns gewohnt sind - sofort fuer Sie da waren. Wir wuenschen Ihnen weiterhin viel Spass beim Handel bei eBay und danken herzlich fuer Ihr Verstaendnis. Mit freundlichen Gruessen, Ihr eBay-Sicherheitsteam“

Lustiger Standardtext. Wusste gar nicht, dass eBay so ein relaxtes Verhältnis zum Thema Identitätsmissbrauch pflegt. Vielleicht erledigt sich vieles in diesem Leben einfach durch Aussitzen? Mein Glaube an den Rechtsstaat wurde am 17. März von der Kripo Frankfurt, Abt. Wirtschaftskriminalität dann doch wieder hergestellt. Ich konnte Anzeige erstatten, sogar per E-Mail. Die Jungs wollten den gesamten Schriftverkehr haben, da es um Betrug und mindestens mal Urkundenfälschung ginge.

Das Ende des ersten Aktes ist dann schnell erzählt. Im Juli 2003 habe ich von der Frankfurter Kripo Post bekommen. Der Typ, der die Cagiva für mich ersteigert hatte, wurde ermittelt. Im Dezember 2003 stellte die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach das Verfahren dann mit der Begründung ein, dass der gegen den Beschuldigten gerichtete Verdacht sich nicht bestätigt habe und kein Geständnis vorliege. Ein Tatnachweis sei unmöglich, weil Tatzeugen oder sonstige eindeutige Beweismittel fehlten.
Ich schenke es mir, Beschwerde einzulegen und denke "Hak´s ab". Denn für "Verlust von Lebensqualität" gibt es keinen Schadensersatz.

Mittwoch, August 25, 2004

Warum "Hotel Falckenstein"


"Hotel Falckenstein" steht als Synonym für Sehnsucht. Nach etwas anderem, was sich hier in Frankfurt so schwer finden lässt. Es hat in Berlin wieder angefangen, vor vier Wochen. Und ich lass das jetzt mal so treiben. Stefan´s Blog hat mich inspiriert, im Sommer 2004 ein Blog namens "Hotel Falckenstein" zu schreiben. Mal sehen, was draus wird.

Eine Sommerreise nach Berlin und zurück

Donnerstag, 29. Juli 2004

Langsam gleitet der ICE durch die Baustelle Lehrter Bahnhof. Sanft glitzert der Vollmond auf der Spree. Reichstag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Paul-Löbe-Haus, Tränenpalast Friedrichstrasse. Ostbahnhof. Warschauer Strasse, Schlesisches Tor. Endstation ist das “Hotel Falckenstein”. Hier, im Wrangelkiez von Berlin, werde ich die nächsten Tage verbringen.
Das “Bagdad” an der Ecke verkauft weit nach Mitternacht immer noch erstklassige Döner. Ist politisch korrekt, hier essen zu gehen. Solange Bush an Massenvernichtungswaffen im Irak glaubt. Im Fernseher über der Theke meldet sich John F. Kerry zum Dienst und berichtet von seiner Jugendzeit in Berlin. Am nächsten Morgen schreibt der “Tagesspiegel”, dass Al Jazeera länger über den US-Parteitag der Demokraten berichtet als CNN und NBC. Im Mudd Club rocken die “Girrl Groups against Bush”. Und die “BZ” fühlt sich berufen, das Deutsch-Amerikanische Volksfest an der Clayallee zu beleben, indem sie Rabatt-Gutscheine offeriert.


Amerikanische Außenpolitik interessiert heute nacht im “Roses” in der Oranienstrasse keinen mehr. Es ist kurz vor halb zwei und die Dunkelheit schluckt gnädig alle Hinterlassenschaften auf dem Bürgersteig. Die Mischung aus warm-rosa Kitsch und dunkelrotem Hardcore-Plüsch an den Wänden der Bar empfinde ich in Anbetracht der sommerlichen Temperaturen von fast 30 Grad als wahre Herausforderung. Jörg, Ralph und ich sitzen vor dem Eingang auf den Stufen und trinken Averna, Gin Tonic und gekühlten Soave. Was habe ich seit April 2002, als ich Berlin verlassen habe, denn nun wirklich vermisst? 

Den Müll auf den Strassen, die unzähligen zerschlagenen Bierflaschen, die gescratchten Scheiben in den Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe? Ordnungs-hygienisch erreicht der Wrangelkiez in manchen Straßen locker Dritte-Welt-Level. Doch auch das erst im Januar eröffnete fünf Sterne Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz ist wegen Legionellen in den Wasserleitungen schon wieder geschlossen. Im ersten nächtlichen Vergleich erscheint Frankfurt geradezu paradiesisch clean. Ein Typ schiebt sein Fahrrad an uns vorbei und schnorrt eine Zigarette. “Der wird sicher auch noch gehartzt,” sagt Jörg zu mir und hält ihm die geöffnete Schachtel Cabinet entgegen. Ralph zückt das Feuerzeug. Wir unterhalten uns über Beziehungen. Erst generell, dann im besonderen. Mit Augenzwinkern stellt Ralph fest, dass man ab einem gewissen Alter einfach für jedes Angebot dankbar sein sollte. Ich beschließe, morgen intensiver darüber nachzudenken.

Freitag, 30. Juli .2004

Frühstück um 11.00 Uhr. Eine suizidale Wespe attackiert zum x-ten Mal gierig-debil mein Aprikosenmarmeladen-Brötchen. “Die sehen nur klar, wenn sie richtig schnell fliegen,” sagt Jörg. “Schwarz-Gelb” hat einfach was Bestechendes. Ziemlich unmotiviert fällt mein Blick auf eine Anzeige im “Tip”. Jägermeister geht mit der “Bloodhound Gang” auf die Pirsch, um am nächsten Wochenende gemeinsam das schönste Arschgeweih Berlins zu küren. Trotz alledem hat meine Partei diesen Sommer irgendwie die politische A….karte gezogen.


In einem Anfall von überschäumender Nostalgie besuche ich das westliche Kreuzberg, wo ich von 1999 bis 2002 mal gelebt habe. Die Hitze wabert unbarmherzig über dem Asphalt in der Grossbeerenstrasse. Anscheinend trotten nur von allen guten Geistern verlasse Touristen bei sommerlich heißen Temperaturen durch Berlin. Sogar die früher immer im Grünstreifen der Yorckstrasse rumwuselnden Ratten haben sich verzogen. Bei 30 Grad im Schatten würd´ ich allerdings auch nicht im Pelz spazieren gehen.
Elementares wie die kulinarische Versorgung sind in meinem alten Revier nach wie vor gesichert. Schusterjungs vom Leckerback, Chicken-Chop-Suey vom vietnamesischen Asia-Imbiss, Mini-Pizza mit Brokkoli aus Capri, Döner-Frühstück vom Multi-Grill, Pommes mit Wurst von der Curry 36, Cocktails in der Zyankali-Bar, Milchkaffee im Wirtschaftswunder. Der Inder vom Shiwa-Snack hat sein Restaurant trotz Rezession ums Doppelte vergrößert. Nur der völlig unüberschaubare Kaufmannsladen von “Reichelt” an der Ecke hat aufgegeben. Irgendwie verkraften die Deutschen die Folgen der Rezession anscheinend am Schlechtesten.

Der Wasserfall im Viktoria-Park funktioniert schon wieder – oder immer noch – nicht. Zur Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon hat Schinkel auf dem Kreuzberg im vorvorletzten Jahrhundert ein Nationaldenkmal errichtet. Ganz frisch ist dagegen das Schild am Eingang. “Grillen im Park verboten”. Als mir der Geruch von Kebab in die Nase steigt, denke ich an Don Quichotte, Sancho Pansa, Windmühlenflügel und Beamte in der Stadtverwaltung. Irgendwie fühle ich mich wieder zuhause.
Am Abend filosofieren wir bei Chardonnay und Gin Tonic bis tief in die Nacht vor dem alten Speicherhaus von “Universal”. Über Dinge, die Menschen miteinander verbinden. Zusammengekettete Plastikliegen zum Beispiel. Auf denen alle gleichzeitig hochschnellen, wenn einer aufsteht, um an die Bar zu gehen. Mein Blick schweift über den Sternenhimmel von Berlin. Die Urne, die im Bestattungshaus Kußerow in der Falckensteinstrasse im Schaufenster steht, ist mit winzigen silbernen Sternen auf dunkelblau poliertem Lack übersät. Ein ausgesprochen romantisches Ende, denke ich beim Blick in die klare Vollmondnacht.

Samstag, 31. Juli 2004


Außer Wespen und Hartz IV behelligen einen im Wrangelkiez von Berlin mehr oder weniger nur durchgestylte Party-People, die nach dem Weg fragen. Wie Heuschrecken die Ernte haben die Edlen und Schönen nach Prenzlauer Berg und Friedrichshain nun die Gegend zwischen Schlesischem Tor und Heckmannufer als Freilauf-Arena entdeckt. Latte Macchiato im “Cafe im Grenzbereich”, Extase im “WaterGate”, Chillen auf dem “Badeschiff”. Das sind die drei der wichtigsten Koordinaten im Vergnügungsdreieck in diesem Kreuzberger Sommer des Jahres 2004.

“Florinda Schnitzel” bietet quietschbunte Designermode zum wahnsinnig günstigen Summer Sale. Der “Barbie Deinhoffs Fugidiva Freundschaftsclub” präsentiert neben Getränken wunderhübsche Terror-Barbie-Puppen auf der Theke. Und die mit mit rosa Samt überzogenen Spielzeugpanzer im “Tristesse” künden mit einem fetten “Fuck” wie kleine Steiftiere von einer anderen Revolution.

Zugegeben, das “Badeschiff” zwischen Oberbaum- und Elsenbrücke ist absolut faszinierend. Der mit 25 Grad Celsius warmen Wasser geflutete Leichter vom Verein Stadtkunstprojekte e.V. und der Initiative “constructed connections” ist die ultimative Oase im Großstadtdschungel. Eine Insel zum Seele baumeln lassen. Eine Hommage an die Spree. Und ein wunderbarer Ort für Kommunikation. Ich frage mich ernsthaft, ob so ein Projekt in Frankfurt eine Chance hätte. Gut, ein bisschen gewagt ist es schon, zu hoffen, dass Banker die Nadelstreifen herunterlassen, um zwischen Eisernem Steg und Holbeinsteg baden zu gehen.


Frankfurt entwickelt in diesem Sommer irgendwie zunehmend Merkwürdigkeiten. Mir ist unerklärlich, warum eine “Silent Disco” vom Volkstanzkomitee trotz Kopfhörern gutbetuchten Anwohnern die Zornesröte ins Gesicht treibt. Und Vertreter des Ordnungsamtes auf der Weseler Werft für ultimative Ruhe sorgen müssen. Selbst in Altenwohnanlagen ist ab und zu Musik erlaubt. Aber in Frankfurt darf Sonntags ja auch kein Waschsalon geöffnet sein, was in Berlin irgendwie undenkbar wäre. Ruhig ist es dagegen sicher im zukünftigen Unterwasserparkschloss, von dem die Frankfurter CDU träumt. In Berlin würde man solche Pläne mindestens um eine Tauchschule bereichern und das Piranha-Becken aus dem Zoo integrieren. Plus Fisch-Curry mit Pommes vom Grill zur Stärkung anbieten.

Besonders nachts erscheint die “Hauptstadt der Beamten” deutlich lösungsorientierter als die “Hauptstadt des Verbrechens”. Der U-Bahnhof Möckernbrücke wird kurzfristig gesperrt. Jemand hat einen herrenlosen Aktenkoffer gemeldet. Kurzerhand lässt der Einsatzleiter den unschuldigen Laptop, der nicht schnell genug widerspricht, sprengen. Mit Ralphs Handy w@ppen wir uns zielsicher um solche Verkehrsstörungen zur “Sharon Stonewall Bar” in der Linienstrasse. Einfach nur die Standortnummer an 77377 schicken. Postwendend kommen die nächsten fünf Abfahrten per SMS aufs Display. Fortschrittlich, denke ich. Immerhin feiern die Berliner Verkehrsbetriebe diese Woche ihren 80. Geburtstag. Aber auch in Frankfurt macht sich der RMV auf den Weg in die Zukunft. 

Fahrkartenautomaten, die ein technisches Problem haben, melden sich jetzt von allein per SMS bei ihrem zuständigen Techniker in der Zentrale.
Als die U6 mit ihren gelben Waggons in die Station “Oranienburger Strasse” einfährt, denke ich an Subaru Vista Blue und Rot-Weiss. “Hab ich Dir eigentlich gesagt, dass die Französische Strasse jetzt auch für den Durchgangsverkehr geöffnet werden soll?” sagt Ralph auf unserer Fahrt durch den Berliner Untergrund. Das Berliner Fantasy Filmfest eröffnet in einigen Tagen mit dem ungarischen Thriller “Control”, der Mutter aller U-Bahn Thriller. In dem Film läuft der Held Gefahr, den Verstand zu verlieren, weil er das U-Bahn-System seit Jahren nicht mehr verlassen hat. Wir erblicken das Licht der Welt sechs Stationen weiter am Nollendorfplatz vor Piscators “Metropol”. Endstation für heute nacht ist die “Heile Welt” in der Motzstrasse. Als ich Chardonnay bestelle, reicht uns der Kellner mit strahlenden Augen himmelblaue Fächer. “Weil es hier so warm ist”, lächelt er.

Sonntag, 01. August 2004

Ralph hat um 11.00 Uhr Dienst. Aus Solidarität hole ich Frühstücks-Schrippen. Der Moderator von “Radio 1″ stellt die ketzerische Frage “Gefallen Sie sich, wenn Sie in den Spiegel sehen?” Hat er zuviele Zuhörer? Ungeschminkt, mit Shorts, Top und Riemchensandalen ist man zu dieser Zeit im Kiez, wo etwa 12.500 Menschen verschiedenster Nationalitäten leben, fast schon overdressed für die Strasse. 40 Prozent der Bevölkerung hier ist nichtdeutscher Herkunft. Was einem als Sachsenhäuser spontan sympathisch ist. Der Anteil der Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger liegt im Ostteil von Kreuzberg deutlich über 30 Prozent. Vor “Alons Heisser Kiste” grüßt mich ein Mann im fluffig gemusterten Leoparden-Polyesterhemd. “Endlich Sommer, wa?” Der tätowierte Langhaarige neben ihm auf der Bank, der das eindeutig flüssige Flaschen-Frühstück zum Gruß hebt, ist anscheinend seit Jahrzehnten jedem Zahnarzt mit Erfolg aus dem Weg gegangen.


In “Radio 1″ singt Anastacia “Sick and Tired”. Der Morgen-Moderator plaudert über die neuesten Meinungsumfragen. Hartz IV führe bei der Brandenburger Landtagswahl am 19. September zur “Renaissance der PDS”. 30 Prozent für die ehemalige SED-Partei, die verkündet, sich an die Spitze der geplanten Montagsdemos setzen zu wollen. Ich befürchte, die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe wird die Welt der Männer und Frauen vor “Alons Heisser Kiste” nicht nachhaltig verändern. Sie werden, wie Jörg immer sagt, einfach nur “gehartzt”. Die 16-seitigen Formulare und die erbitterte Debatte um den Auszahlungstermin von ALG II im Februar verdecken, dass die meisten im Kiez wahrscheinlich auf unendlich lange Zeit gar keine Job-Perspektive haben werden.


Die SPD Parteizentrale in Kreuzberg stellt Bilder und Skulpturen von Willy Brandt aus. Sein Kniefall vor dem Denkmal der Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes ging am 7. Dezember 1970 um die Welt. Heute ist Schröder als erster Kanzler der Bundesrepublik zum 60. Jahrestag in Polen eingeladen. Durch das Glasdach der SPD-Parteizentrale fallen Sonnenstrahlen auf die 3,40 Meter hohe und 500 Kilo schwere Bronzefigur im Atrium. Ältere Genossinnen und Genossen stört an der Plastik von Rainer Fetting, dass der Anzug von Willy Brandt so schlampig-verknittert aussieht. Mit ungebügelten Hosen sei der erste sozialdemokratische Kanzler niemals herum gelaufen, empören sie sich. Ob ihm das Aussehen der Hose wirklich wichtig wäre? Was würde der Mann, der damals so enorme gesellschaftliche Veränderungen in Bewegung setzte, heute über den Zustand seiner Partei sagen?

Zur Einweihung des umgebauten Olympiastadions besiegt Hertha BSC Besiktas Istanbul im deutsch-türkischen Heimspiel mit 3:1. Die Sehnsucht nach erstklassigem Fußball schmerzt beim Blick auf die blaue Tartanbahn, die man sich CI-konform zur Hertha gönnt. Auf der Fahrt zum Flughafen Tegel hoffe ich, dass der Adler der Frankfurter Eintracht bald wieder ruhmreich aus dem Baustaub des neuen Waldstadions aufsteigt. Meine Freundin Marion kommt mich besuchen, sie übernachtet im Estrel. Im “Koma” an der Sonnenallee bestellt sie Bier und ich Weißwein. Eine mitleidig blickende Kellnerin bringt ein Glas süßlich warmen Mosel-Saar-Ruwer. So ähnlich muss Glykol schmecken, vermute ich.

Montag, 02. August 2004

Bin seit heute morgen allein verantwortlicher House-and-Flower-Sitter vom “Hotel Falckenstein”. Ralph und Jörg sind nach Polen gefahren. In “Radio 1″ stellt Friedrich Küppersbusch lakonisch fest, dass die Woche gut anfängt. Der Papst entwickele mit seiner Schrift “Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt” ernsthaft Ehrgeiz “mit der SPD um die höchste Austrittszahl an Mitgliedern zu konkurrieren”.



Ich beschließe, den Rest des Tages mit Shopping zu verbringen. Der Swatch-Laden in den Arkaden am Potsdamer Platz verkauft “Bunnysutra” Uhren. Als Entscheidungshilfe für Lebenslagen, wo ein sanftes Klopfen auf die Zeiger der Uhr zur Positionsbestimmung genügt. Will Smith besucht abends die Premiere von “I,Robot”. 5000 begeisterte Fans feiern die Rap-Einlage des Hollywood-Stars im Sony Center. Das als überdimensionales Zelt konstruierte Dach stammt von Helmut Jahn, der von 1988 bis 1991 auch den Frankfurter Messeturm errichten ließ. Ein schwarzer BH fliegt auf die Bühne. Das Bild, als Smith das Wäscheteil mit triumphierendem Grinsen in die Kameras hält, geht noch am Abend über alle Agenturen.

Dienstag, 03. August 2004

Wer hätte vor einigen Wochen drauf gewettet, dass sich die Ausführungsverordnung eines so dröge daherkommenden technokratischen Wortes wie “Hartz IV” im publizistischen Sommerloch zur Killer-Applikation für die rot-grüne Bundesregierung entwickelt? Die “BZ” verkündet, dass die “Treibjagd auf die Kindersparschweine” eröffnet sei. Der Aspekt der Vorsorge ist anscheinend im Getümmel um Fördern und Fordern untergegangen. Ist es eigentlich gerecht, dass demjenigen, der sich jahrelang ein bisschen mehr Urlaub gegönnt hat anstatt Verzicht zu üben, nun die gleiche Hilfe zusteht wie dem, der für die Zukunft gespart hat?


Ich blättere mich am Oststrand hinter der 1,3 Kilometer langen “East Side Gallery” durch den bundesdeutschen Mediendschungel des Tages. Und höre “Wir sind wir” von Paul von Dyk featuring Peter Heppner. Wie dekadent ist es, fast 15 Jahre nach dem Fall der Mauer, im ehemaligen Todesstreifen im blaugestreiften Liegestuhl in der Sonne zu liegen und Caipirinhas zu ordern? Früher war die Mauer mit bloßem Auge aus dem Weltraum zu erkennen. Heute ist sie fast völlig aus dem Stadtbild verschwunden. Nur ein gepflasterter Kopfsteinstreifen ist alles, was an die Teilung der Welt in Ost und West erinnert. Mindestens 152 Menschen sind bei Fluchtversuchen über den “antifaschistischen Schutzwall” ums Leben gekommen. Damals waren die Sandflächen Teil einer ausgeklügelten Anlage, auf denen Flüchtlinge Fußspuren zur Identifizierung hinterlassen sollten. Mein Blick fällt auf die Oberbaumbrücke, die während des Kalten Krieges von West nach Ost nur mit Passierschein, für den man stundenlang anstand, überquert werden durfte. Heute verbindet die quietschende U1 die Bahnhöfe “Schlesisches Tor” und “Warschauer Strasse” im Minutentakt.

Mittwoch, 04. August 2004

Ich stelle fest: jeder publizistische Gau ist definitiv ausbaufähig. “Radio 1″ verkündet, dass die Bundesregierung zu “Hartz IV” eine andere Meinung habe als die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Das alles sei jedoch keinesfalls die Meinung der Partei, hätte ein Sprecher im Willy-Brandt-Haus bestätigt. Weil sie das alles auch irgendwie nicht mehr verstehen, beantragt die CDU eine Sondersitzung für den Ausschuss Wirtschaft und Arbeit. Das ist eine sehr vernünftige Idee. Denn die Anrechnungshöhe der Freibeträge und die daraus entstandene Hysterie um die Schlachtorgie der Kindersparschweine ist Ende Mai auch auf dem Vermittlungsmist der Union gewachsen. Rammstein stürmt mit “Mein Teil” die Charts. Tanzen zum Kannibalen-Song ist diese Woche einfach nur hipp. Hoffentlich ist die Harmoniesucht meiner Parteioberen diesmal weniger ausgeprägt als bei der Einführung der Praxisgebühr im vergangenen Winter.


Dieses Jahr, erklärt die “BZ”, ist der Sommer der Horror-Wespen. Die Schwüle mache die schwarz-gelben Tierchen unendlich aggressiv, sagt ein Biologe vom BUND. Das erklärt wahrscheinlich, warum Edmund Stoiber die neue Popularität von Guido Westerwelle als sportliche Herausforderung empfindet. Die “Süddeutsche” berichtet von einer internen Sitzung, wo der bayrische Ministerpräsident heftig am Gewinner-Potenzial von Merkel und Westerwelle gezweifelt habe. “Leichtmatrosen” könnten Schröder und Fischer bei der nächsten Bundestagswahl in 2006 nicht das Wasser reichen. Irgendwie ist das ein echter Bombensommer zum Baden. Stoiber geht genauso schnell unter wie Friedrich Merz, der die Regierungsfähigkeit seiner Partei mit steuerfinanzierter Kopfpauschale, Abschaffung des Kündigungsschutzes und PKW-Maut für neue Autobahnprojekte zu profilieren versucht. Im Müggelsee stoßen Taucher zum zweiten Mal in dieser Woche auf Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg. Die komplette Beräumung des Sees würde etwa 50 Millionen kosten. Preisgünstiger ist es, so ein wackerer Don Quichote der Berliner Stadtverwaltung, einfach Baden, Tauchen und Boot fahren bis auf weiteres zu verbieten.


Ich gönne mir einen Tag Auszeit von der Hauptstadt und fahre nach “Tropical Island” in Brand. Die malaysisch-britische Investorengruppe Au/Tanjong errichtet bis Ende Dezember in der größten frei tragenden Halle der Welt für 70 Millionen Euro einen Freizeitpark mit Badestrand und Regenwald. Erwartet werden jährlich 2,5 bis 3 Millionen Besucher. Sehr ambitioniert, denke ich mit Blick auf die Kipplaster, die unter ohrenbetäubender Akustik Sand in der Halle aufschütten. Auf der Fahrt durch den Spreewald wird klar, dass auch die PDS und die DVU “Hartz IV” als Kampagnenthema zum Sprung in den Landtag entdeckt haben. Direkt unter einem Plakat des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, auf dem er zugegebener Maßen irgendwie leicht übernächtigt aussieht, hängt fett der DVU-Slogan “Kriminelle Ausländer raus”.

Donnerstag, 05.08.2004

Im Streit um die Arbeitsmarkt- und Sozialreformen meldet sich nun auch der Bundespräsident zu Wort. “Hartz IV” ist endlich gaaaanz oben angekommen. Fehlt nur noch das Kanzlermachtwort. Horst Köhler zeigt Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger. Betroffene sollten als Menschen und nicht als Nummern behandelt werden. Da hat er recht, denn ich schaffe es auch nicht, die Hartz-Formulare komplett auszufüllen. Außerdem verstehe ich die Auszahlungslücke im ALG II nicht. Irgendwie ist in meiner Rechnung im Februar noch viel Monat am Ende des Geldes. Zumindest Matthias Platzeck hat verstanden, dass die Berliner Ministerialbürokratie niemand versteht. Sagt er im Interview in “Radio 1″. Ob Wolfgang Clement wenigstens das versteht?


Morgen habe ich einen schweren Gang vor mir. Besuch in der Vergangenheit. Ich überlege, ob ich mir vorher zur Ablenkung im Cinema Paris “Nathalie” gönne. Eine intelligente Ménage à trois. Der Film verspricht Erotik im Kopf. “Wen liebst Du heute nacht?” fragt mich der Untertitel auf dem Kinoplakat. Oder würde der Spießer in “Muxmäuschenstill”, der in den Yorck-Kinos läuft, meine leicht melancholische Stimmung treffen? “Radio Multikulti” spielt Heimatklänge und bringt eine Hommage an Henri Cartier-Bresson, der wenige Tage vor seinem 96. Geburtstag in der Nähe von Marseille gestorben ist. Seine berühmtesten Fotos werden gerade in einer Werkschau im Martin-Gropius Bau gezeigt. Vielleicht sollte ich dort den Abend verbringen?


Letztendlich lasse ich mich planlos im Wrangelkiez zwischen Touristen und anderen Außerirdischen treiben. Vorbei am “Myslivska” an der Ecke Schlesische Strasse/ Cuvrystrasse. Dort, wo im vergangenen Jahr im Haus Nummer 9 jemand einfach 200 volle Umzugskartons im Flur ansteckte und ein Toter und viele Verletzte zu beklagen waren. Vorbei am Sperrmüll-Mobiliar der “Neuen Bohnen” auf dem Bürgersteig. Direkt neben dem ehemaligen Obdachlosenasyl, das seit kurzem das Standesamt beherbergt. Vorbei am “Freischwimmer” und dem “Club der Visionäre” im Flutgraben. Auf den Treppen des “Badeschiffs” genieße ich den Sonnenuntergang. Vor der Elsenbrücke fallen die letzten Sonnenstrahlen auf den “Molecule Man” von Borowsky, dem Frankfurt den “Hammering Man” am Messeturm verdankt. Völlig unvermutet habe ich das erste Mal seit einer Woche plötzlich heftige Sehnsucht nach Hause.

Samstag, 07.08.2004

Es ist 6.00 Uhr morgens und ich habe neue Nachbarn. Wir sitzen an der südwestlichen Ecke der Neuen Nationalgalerie auf dem noch kühlen Steinboden im Schatten und trinken Kaffee, den die Familie aus Potsdam aus dem mitgebrachten Picknickkorb neben mir spendiert. Tag für Tag sammelt sich die Schlange der Kunstnomaden aufs Neue, um geduldig wartend dem “MoMA in Berlin” zu huldigen. Der “Tagesspiegel” fragt: “Warum tun sie das?” Ja, warum tu ich das? Um mir die Antwort nicht schuldig zu bleiben, zähle ich 180 Menschen vor mir bis zum Eingang. Also eine durchaus realistische Chance, es bis 12.00 Uhr zu schaffen. Um 9.30 Uhr öffnet die Kasse, um 10.35 Uhr schließt sie mit dem Hinweis, dass alle, die jetzt noch ein Ticket erstehen, heute nicht mehr rein kommen. Ein weiblicher MoMAnizer sorgt dafür, dass sich niemand mehr am Ende der Menschenschlange, die sich mittlerweile zweimal um das Museum ringelt, anstellt.


Manche Skulpturen wie z.B. Alberto Giacomettis “Frau mit durchschnittener Kehle” wirken befremdend. Exponate wie “Weiße Wut, rote Gefahr, gelbe Gefahr, schwarzer Tod” von Bruce Nauman haben dagegen etwas sehr Inspirierendes. Zwei Stahlträger und vier bemalte Metallstühle, mit einem Stahlseil im Raum verbunden, fördern den Lauf der Gedanken. Bilder von Dali wie “Die erleuchteten Vergnügen” oder “Die Beständigkeit der Erinnerung” sind in Realität winzig klein und wirken sehr filigran. Beeindruckend empfinde ich “Der Tanz” von Henry Matisse und “Knabe, ein Pferd führend” von Pablo Picasso.


870.000 Menschen haben die Ausstellung bis jetzt gesehen. Der Warterekord liegt laut Aufsicht bei neun Stunden. “Theoretische Minimalwartezeit ist null Stunden. Macht einen Mittelwert von viereinhalb. 870.000 mal viereinhalb, das sind beinahe vier Millionen Stunden, das sind ungefähr 163.000 Tage, das sind 446 Jahre und ein halbes. Sechs Menschenleben, mitteleuropäische, dauern so lang.” beziffert der “Tagesspiegel” die MoMA-Schlange. Kinder sind in der Schlange noch nicht geboren worden, gestorben ist auch niemand. Als ich kurz nach drei aus der Berliner Nationalgalerie wieder ins Sonnenlicht trete, komme ich aus einer anderen Welt.

Sonntag, 08.08.2004

Heute kommen Ralph und Jörg aus Krakau zurück und mein House-and-Flower-Job im “Hotel Falckenstein” hat sich erledigt. Ich hab´ die Jungs doch sehr vermisst. In “Radio 1″ läuft “Spiel mit” von 2Raumwohnung und ich packe, um mein Schlafasyl zu wechseln. Im Kopf bin ich schon wieder unterwegs, Tage bevor ich in den ICE 109 nach Frankfurt steige. Beim Bäcker Lider hole ich Abschiedsbrötchen. Im Fenster lädt ein Plakat zum ersten Berliner Suppenfestival im September in den Wrangelkiez ein. Hauptspeise der “fête de la soupe” ist? Was wohl, Suppe natürlich. Nach Rezepten aus unterschiedlichen Ländern. Suppe verbindet Kulturen, Generationen und Lebensgemeinschaften, sagen die Initiatoren. Eine Jury wird die köstlichste Suppe des Tages ermitteln. Ich versteh den Flyer als Einladung und packe ihn ein. Als Erinnerung, um in Frankfurt nicht zu vergessen, mal wieder über den eigenen Tellerrand zu kucken.


Sonntag, August 01, 2004

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