Dienstag, Dezember 27, 2005

Mausfrau oder Hausfrau?

Wenn man keine Hausfrau ist, sondern seinen Lebensunterhalt mit Internetangelegenheiten verdient, ist man ne "Mausfrau". Hab ich heute gelernt. So einfach ist die Welt.

Mittwoch, Dezember 14, 2005

Vorratsdatenspeicherung ist ein Skandal

Es ist ein Skandal, dass die großen Fraktionen im Europaparlament jetzt so einknicken. Der Richtlinienentwurf sieht nach dem "Kompromiss" zwischen den Parlamentsfraktionen und dem Rat vor, dass Internet Provider und Telefongesellschaften verpflichtet werden sollen, die Verbindungsdaten aller Nutzer, die beim Telefonieren und bei der Internetnutzung anfallen, für bis zu 24 Monate zu speichern. Diese Richtlinie stellt 450 Millionen Bürger der EU unter Generalverdacht. Ich bin sicher, dass dieser unverhältnismäßigen Bespitzelung der Bürgerinnen und Bürger spätestens nach der Umsetzung in nationales Recht in Karlsruhe Grenzen gesetzt werden. 

Der Virtuelle Ortsverein (VOV) vertritt die Auffassung, dass der bisherige in Deutschland gültige Zeitraum zur Datenspeicherung von Verbindungsdaten von 80 Tagen (nach Rechnungsversand) ausreicht. Der jetzt geplante Großangriff auf die Privatsphäre aller Bürgerinnen und Bürger macht keinen Sinn. Notwendig ist ein Datenschutz, der die Balance der Grundrechte wahrt. Eine Pflicht zur verdachtsunabhängigen Speicherung von Verbindungsdaten für die Zwecke der Strafverfolgung gab es bislang in Deutschland nicht. 2004 haben sich Bundesrat und Bundestag im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes ausdrücklich gegen die Einführung einer Vorratsdatenspeicherung entschieden. 

Dieser Entscheidung lag die Erkenntnis zugrunde, dass die entstehenden Belastungen der Wirtschaft und die Eingriffe in die Rechte der Betroffenen dem Grundsatz der Datensparsamkeit, dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung und der Vertraulichkeit von Daten widerspricht. 

Nimmt man den Datenumsatz vom DE-CIX (Deutscher Internetknoten in Frankfurt), an dem im Sommer 2005 über 40 Gigabit pro Sekunde „durchrauschen“, dann entspricht das einem Datenvolumen von 639.360 CD's pro Tag. Oder ausgedruckt und in Aktenordnern angelegt macht das über 81 Millionen Aktenordner. Jeden Tag. Da bin ich mal gespannt, wer diesen Datenfriedhof vernünftig verwaltet.

Die meisten Anfragen von Strafverfolgungsbehörden nach den begehrten "Verkehrsdaten" werden in der Regel binnen der ersten zwei bis drei Monate gestellt, in denen Telefongesellschaften und Internet Service Provider diese Daten in der Regel für Abrechnungszwecke vorhalten. In Frankfurt werden mit der bisherigen Speicherfrist schon heute 95 Prozent aller Delikte, wo der Computer für Straftaten benutzt wird, aufgeklärt. Im § 113 TKG ist darüber hinaus das manuelle Auskunftsverfahren seit 2004 umfassend geregelt. 

Wer geschäftsmäßig Telekommunikationsdienste erbringt oder daran mitwirkt, hat nämlich im begründeten Einzelfall den zuständigen Stellen auf deren Verlangen unverzüglich Auskünfte zu erteilen, soweit dies für die Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung oder für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, des Bundesnachrichtendienstes oder des Militärischen Abschirmdienstes erforderlich ist. In einem Rechtsstaat sollte ganz klar zwischen begründetem Einzelfall und Pauschalverdacht unterschieden werden. Dieses Augenmaß lassen die europäischen Pläne vermissen.

Freitag, Dezember 02, 2005

Jeder unter Verdacht

OK, der Bericht diese Woche in der Zeit "Jeder unter Verdacht" hat nen kleinen Schönheitsfehler. Aber wenn das EU-Parlament am 13. Dezember wirklich beschliesst, so viel Internet wie möglich zu speichern, dann sind die in Brüssel weiter von der Realität entfernt wie alle kleinen grünen Männchen auf dem Mars.

Donnerstag, Dezember 01, 2005

Websozi-Seite des Monats

Darauf bin ich voll stolz. Und hab mich riesig gefreut. Hey, ihr verrückten Sozialdemokraten in den virtuellen Welten. Vielen vielen Dank. Und wenn ich´s schaffe, im Mai 2006 am nächsten BWST teilzunehmen, dann begießen wir den Award aber feste. --- snip --- Pressemeldung von den Websozis: Die Auszeichnung "WebSozi-Seite des Monats" geht im Dezember 2005 nach Frankfurt. Auf der neu gestalteten Website http://www.tursky-hartmann.de/ lernt man die Kommunalpolitikerin Petra Tursky-Hartmann und ihre politischen Ziele sehr gut kennen. Wer sich dort umschaut, stellt schnell fest, dass sie in Frankfurt am Main zu Hause ist und sich für "ihre" Sachsenhäuser und Oberräder engagiert einsetzt. So wird das Motto "Erst das Land, dann die Partei" von Gerhard Schröder auf lokaler Ebene - zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger - anschaulich umgesetzt. Doch das ist noch längst nicht alles - denn im "Hotel Falckenstein" (http://tursky.blogspot.com/) bloggt Petra Tursky-Hartmann über das Leben, das Unterwegs-Sein und die aktuelle Politik (nicht nur kommunal). Im Wahlkampf wird sie dank modernster Technik per UMTS ihre Impressionen von der Mainmetropole direkt ins Netz stellen. Ihre beiden Söhne David und Konstantin haben für ihre in der IT-Wirtschaft berufstätige Mutter die Domain http://www.waehl-meine-mom.de/ registriert. Dort wird ab Anfang Januar allen Erst- und Jungwählern detailliert gezeigt, wie man am 26. März 2006 durch Kumulieren und Panaschieren interessante Köpfe ins zukünftige Römerparlament wählt. Es lohnt sich also immer mal wieder vorbei zu surfen, um Weihnachtsaktionen wie "Wir bekommens gebacken" oder die Umsetzung des "Projekts Heimat Frankfurt" im Fasching zu verfolgen. Die 1.300 WebSozis (http://www.websozis.de/) gratulieren Petra Tursky-Hartmann zu ihrem gelungenen Internetangebot http://www.tursky-hartmann.de/, das richtig gut zeigt, was am IT-Standort Frankfurt mit Sozialdemokraten so alles geht.

Mittwoch, November 30, 2005

eBay muss wiederholten Identitätsdiebstahl verhindern

Sauber. Gestern hat Heise.de berichtet, dass eBay wiederholten Identitätsdiebstahl verhindern muss. Laut einem Berufungsurteil des Brandenburgischen Oberlandesgerichts (OLG) muss eBay Maßnahmen gegen das Einrichten von Fake-Accounts mit Identitätsdaten von Kunden ergreifen, wenn diese bereits einen solchen Missbrauch gemeldet haben. Wie so was geht? Steht in "ebay und ich". Tralalala ....

Montag, November 28, 2005

Bomben-Sonntag in der Hanauer

Hab gestern nen Bomben-Sonntag erlebt. Sehr hübsch, wenn der Sprengmeister sich verschätzt und die Wände nicht so fallen, wie sie sollen. Aber als Event-Managerin bleibt man natürlich an Deck und filmt mit dem Technik-Chef die einstürzenden Neubauten im Morgengrauen. 

 Ein Abbruchunternehmen hat gestern morgen das achtstöckige Giel-Hochhaus in der Hanauer Landstrasse 200-202 gesprengt. Geht schneller als „Rückbau“, hat der zuständige Bauleiter treuherzig der anwesenden Presse versichert. OK, hat rechts und links nicht sooo ganz perfekt gepasst und beim Mövenpick in der Hanauer 204 und beim Fernsehreparateur Häßler eine Wand gleich mit in die Läden gebombt. In das klaffende Loch strömte dann auch noch Wasser aus einem abgerissenen Heizungsrohr. 

Was ein THW-Mitarbeiter mit dem Satz "Wenn´s en Audo-Unfall wär´, würd isch jetzt saache, dass des en Totaal-Schade wär´." kommentierte. Bei Claranet ging nur eine Doppelglas-Scheibe zu Bruch, als die Gesteinsbrocken über den Hof von "Das Leben ist schön" flogen. Und ein Gefühl von 11. September hinterließen. Sieben Kilogramm Sprengstoff in 174 Bohrlöchern in den Pfeilern leisteten ganze Arbeit. 

Das Grollen der Sprengung fühlt man übrigens ziemlich tief im Bauch. Unser Technik-Chef hatte prophylaktisch erstmal Alarmstufe Rot ausgegeben. Wer weiß schon im voraus, wie die Klimaanlage im Rechenzentrum und der Backbone den sauber geplanten „Anschlag“ in der Nachbarschaft überstehen? Als sich der Rauch verzieht, wird klar, dass es auch das Trafo-Häuschen der Mainova in der Hanauer Landstrasse 198 erwischt hat. 

Da steht seit heute morgen ein Bagger und buddelt armdicke Leitungen aus dem Schutt.

Dienstag, September 13, 2005

Identitätsmissbrauch bei eBay

Heute hat HR3 den Beitrag "Identitätsmissbrauch bei eBay" gesendet. "Voll im Leben", wie das Motto des hessischen Senders. Markus Bohnacker hatte mich letzte Woche zu der story interviewt: "... Bei Online-Auktionen steigt die Zahl der Straftaten rasant an. Meistens geht es dabei um Hehlerei oder Betrug. Ganz oft verwenden dabei Betrüger fremde Namens- und Adressdaten, damit sie nicht auffliegen. Der Frankfurterin Petra Tursky-Hartmann ist das sogar gleich mehrfach passiert. Beim ersten Mal bot ein Spaßbieter in ihrem Namen auf ein Motorrad, beim zweiten Mal bot ein Unbekannter unter ihrem Namen einige Dutzend Marken-Rucksäcke bei ebay an. Jedesmal beschwerten sich aufgebrachte Ebaykunden zuerst bei ihr." ... Cool, echt cool. Und mittlerweile interessiert die Geschichte auch das HLK. Und die Deutsche Telekom. Die darf nämlich viel von dem Mist auf Vorrat speichern. So langsam gewinne ich meine Lebensfreude, was eBay betrifft wieder.

Sonntag, August 14, 2005

Frankfurter SPD-Politikerin von Ebay-Gangstern betrogen

in: BILD-Frankfurt, 14.08.2005, S. 6 

Von KOLJA GÄRTNER 

 Erst riefen nur empörte Käufer an, die endliche ihre bestellte Ware wollten, dann drohte ihr ein Inkasso-Büro: Ganoven meldeten sich mit den Daten von Petra Tursky-Hartmann bei Ebay an, bereiteten der SPD-Politikerin Riesen-Ärger. Es begann im März 2003. Da erfuhr die 45jährige, dass sie bei dem Internet-Auktionshaus ein Motorrad ersteigert haben soll. "3490 Euro sollte ich für eine Cagiva zahlen, die ein `onkelkasef´ ersteigerte. Er war unter meinem Namen registriert." Nach einigem Hin- und Her ist die Sache geklärt. Ein Jahr später wird Tursky-Hartmann die Identität wieder geklaut. Von einem „coorale". Der verkauft für zehntausende Euro gefälschte Markenartikel über Ebay, ist inzwischen ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Geprellte Käufer lassen ihre Wut an der Sachsenhäuserin aus - und Ebay versucht per Inkassobüro, von "coorale" verursachte Gebühren (122,05 Euro) einzutreiben. Wieder endloser Email-Wechsel. Dann sperrte Ebay Tursky-Hartmanns echten Account (Zugang), drohte mit Strafe, falls sie die Plattform weiter nutze. Erst als BILD sich jetzt einschaltete, klärte sich die Sache: Tursky-Hartmann darf wieder ihren Ebay-Account nutzen - und muß die 122,05 Euro nicht zahlen. Ebay-Sprecherin Maike Fuest: "Wir bitten für die Umständlichkeiten um Entschuldigung."

Freitag, April 01, 2005

Fibonacci und die Hasen

Auf meiner Oster-Tour war ich heut´ in Braunschweig, Peter und Trulli in meiner Ex-WG aus DAeC-Zeiten besuchen. Auf der Suche nach einem Buch fiel mein Blick in der mathematischen Fakultät auf ein Portrait des Leonardo Fibonacci aus Pisa. Er hat im Mittelalter das mathematische Wissen des europäischen, arabischen und indischen Kulturkreises zusammengetragen. Anhand des Wachstums einer Kaninchen-Population entwickelte er die nach ihm benannten Fibonacci-Zahlen und publizierte das Ergebnis 1202 unter demt Titel "Liber Abaci". 

Mathematisch wächst eine Kaninchenpopulation nach folgender Vorschrift: Zu Beginn gibt es ein Paar neugeborener Kaninchen. Jedes neugeborene Kaninchenpaar wirft nach 2 Monaten ein weiteres Paar. Anschließend wirft jedes Kaninchenpaar jeden Monat ein weiteres. Kaninchen leben ewig und haben einen unbegrenzten Lebensraum. Jeden Monat kommt zu der Anzahl der Paare, die im letzten Monat gelebt haben, eine Anzahl von neugeborenen Paaren hinzu, die gleich der Anzahl der Paare ist, die bereits im vorletzten Monat gelebt haben, da genau diese geschlechtsreif sind und sich nun vermehren. Frage: Wie viele Kaninchen leben nach n Monaten, wenn zu Beginn ein junges Paar lebte? Ist nicht so schwer, geht im ersten Monat los mit 1, dann wieder 1, dann 2, dann 3, dann 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, 1597, 2584, 4181, 6765, 10946, 17711, 28657, 46368, 75025, 121393, 196418, 317811, 514229, 832040, 1346269, 2178309, 3524578, 5702887, 9227465, 14930352, 24157817, 39088169 usw. 

Gott sei Dank leben Kaninchen nur in der Mathematik ewig. Sonst hätte diese Welt ein fettes Hasen-Problem. 

Mittwoch, März 02, 2005

Nr. 1737 und ein Veto

Heute fand die außerordentliche Plenarsitzung der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung statt. Es ging um die Einwendungen der Stadt Frankfurt gegen den Antrag der Fraport AG auf Planfeststellung der Landebahn-Nordwest. Dem Antrag 1737 wurde zugestimmt und Petra Roth hat wie angekündigt ihr Veto direkt nach der Abstimmung eingelegt. 

Damit ist die Nordbahn im Frankfurter Süden erstmal Fakt. Verloren haben die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Die haben solche blöden Reden, die heute in einer solch immensen Zukunftsfrage gehalten wurden, nun wirklich nicht verdient. Lutz Sikorski (Grüne) und Volker Stein (FDP) haben sich beim verbalen Griff ins Klo kaum einbekommen. Und das ist jetzt noch höflich formuliert. Schade, ich bin total enttäuscht. Weil ich dachte, dass sich die "linke Mehrheit" ernsthaft mit dem undemokratischen Veto der Frankfurter Bürgermeisterin und den Sorgen und Nöten von 100.000 Menschen im Frankfurter Süden auseinander setzen würde. Aber ich hab heute abend gelernt, dass es darum gar nicht geht. Mag sein, dass 5,2 Millionen Arbeitslose ein gewichtiges Argument sind. Aber auf Schadensersatz für Frankfurt zu verzichten, das hätte Frau Roth nicht tun müssen. Es muss doch ein Kompensat für Frankfurt geben. Es war echt unwürdig, wie mit einer so immens wichtigen Frage im Stadtparlament umgegangen wurde. Ich ärger mich immer noch, dass mich das so getroffen hat. Jede Laienspielerschar geht ernsthafter an so ein bedeutendes Thema. Da war keine Verantwortung für das, wofür einige gewählt worden waren, zu spüren. Wer so eine billige Nummer aufführt, braucht sich über Politikverdrossenheit wirklich nicht zu wundern.

Sex mit dem Staubsauger

Hab gestern Peter und Trulli von der Lesung mit der Grimme-Preisträgerin Charlotte Roche in Flensburg erzählt, die auch in Kiel angekündigt war. Über "Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern". 

Das ist nämlich der Titel einer Doktorarbeit, die im November 1978 an der Urologischen Klinik der TU München veröffentlich wurde. pi hat mir schon in den Neunzigern beim gemeinsamen Tagebuchschreiben von dem Werk erzählt. Sein Vater war damals PR-Chef von Vorwerk, die damals den "Kobold" sehr blumig als ausgesprochen effiziente Haushaltshilfe vermarkteten. Die Service Definition muss ausgesprochen inspirierend gewirkt habe. 

In einem Interview mit "Queer" berichtet Charlotte Roche, dass Ende der Siebziger ganz viele Männer mit absolut identischen Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Damals hatte ja fast jede Hausfrau so einen Staubsauger. Und viele Männer hatten alle irgendwann die gleiche Idee. Das ist im Prinzip nicht problematisch. Nur bei einem Kobold ist es leider fatal. Denn der Ansaugstutzen hat nur eine Länge vom 11 cm Länge und 3,5 cm Durchmesser. Danach "traumatisiert" der Propeller - vergleichbar einem Fleischwolf - unerbittlich alles, was länger ist als elf Zentimeter. Der Vorwerk-Slogan lautete damals übrigens "Nur saugen allein genügt nicht". 

Wir liegen vor Trullis Rechner auf dem Teppich und lachen Tränen über Staubsaugergeräusche.

Donnerstag, Februar 24, 2005

Einspruch! Frau Roth

Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth hat momentan nur noch ein Ziel: Sie will den Beschluss des Frankfurter Stadtparlaments zum Flughafenausbau am 2. März 2005 aushebeln: Weil Sie meint, Sie allein wisse besser, was gut ist für Frankfurt. Weil ihr nicht gefällt, was die Vertreter der Bürger beschlossen haben. Weil sie verhindern will, dass die Stadt Frankfurt gegen den Bau der Nordbahn klagen kann. 

 Wir wollen der Frankfurter Oberbürgermeisterin mit der Initiative "Einspruch! Frau Roth" sagen, was wir von einem solch undemokratischen Vorgehen halten. Mit der Aktionsseite fordern wir die Frankfurter Oberbürgermeisterin auf, am 2. März 2005 kein Veto gegen den demokratisch getroffenen Beschluss des Frankfurter Stadtparlaments zum Flughafenausbau einzulegen. "Wir" sind eine Initiative der Frankfurter SPD Ortsvereine Bergen-Enkheim, Fechenheim, Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen-Ost, Sachsenhausen-West und Seckbach, sowie der JungsozialistInnen in der Frankfurter SPD, die die Unterschriftenaktion "Einspruch! Frau Roth" gestartet haben. 

Die Aktion "Einspruch! Frau Roth" wird von den Frankfurter Grünen und der FAG (Flughafenausbaugegner im Römer) unterstützt. 

Der Wortlaut der E-Mail an die Frankfurter Oberbürgermeisterin: Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, als vom Fluglärm betroffene/r Bürger/in bitte ich Sie, Ihre Blockadehaltung gegen die Einwendungen der Stadt Frankfurt zur Planfeststellung des Flughafenausbaus aufzugeben. Bereits mehrfach hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, Einwendungen gegen die geplante Nordbahn zu erheben. Dies ist notwendig, damit die Stadt ihr Klagerecht gegen den Ausbau behält. Jeder dieser Beschlüsse ist durch Sie verzögert worden. Sie haben den Beschlüssen widersprochen, weil sie in ihren Augen „das Wohl der Gemeinde gefährden“, obwohl Sie selbst – aber das war vor Ihrer Wiederwahl – den Magistratsvortrag M 73/2000 mitgetragen haben, der eine Nordbahn des Flughafens ausschließt. Widersprechen Sie dem Beschluss der Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung am 2. März 2005, verwirkt die Stadt ihr Klagerecht. In meinen Augen handelt es sich damit um einen Missbrauch Ihres Rechtes als Oberbürgermeisterin (§61 HGO), denn Sie verhindern die fristgerechte Abgabe der Einwendungen. Ich bitte Sie eindringlich: Handeln Sie zum Wohle der Gemeinde, also für die Gesundheit und die Lebensqualität ihrer Einwohnerinnen und Einwohner. Verzichten Sie auf einen Widerspruch gegen die Beschlüsse! Name, Vorname

Freitag, Februar 18, 2005

Bummsinchen

Was ist ein Bummsinchen??? Nicht, was Sie jetzt denken. Nein, es ist auch keine angematschte Mandarine oder ne Disco-Braut. 

Bummsinchen sind im Durchschnitt 40 mm groß, selbstklebend, weiß und kosten 60 Cent. Bummsinchen sind kleine Plastik-Stopper, die Türen davor bewahren, an Klowände zu krachen. Zum Beispiel im Waldstadion auf´m Damenklo. Eine der wenigen Toiletten auf dieser Welt, wo es eindeutig von Vorteil ist, weiblich zu sein. Hab ein Bummsinchen fotografiert, weil ich dachte, es glaub mir ja eh keiner. 

Und wenn´s Bummsinchen braun ist, heißt es "Hansi". Sonntag und Montag gibt es übrigens 200 Minuten Fußball im neuen Waldstadion. Erst in der Zweiten Liga gegen den 1.FC Saarbrücken. Und Montagabend dann das Benefizturnier zu Gunsten der Flutopfer von Südostasien mit Kickers Offenbach und dem FSV Mainz 05. 

 Nach der Bekanntgabe des anstehenden Benefiz-Turniers zugunsten der Tsunami-Opfer hat Fansprechergremium der Eintracht die Idee des Benefiz-Turniers begrüßt, die Auswahl der Mannschaften aber als "unglücklich" bewertet. Insbesondere die An- und Abreise der Fangruppen der beteiligten Mannschaften wird wegen der untereinander bestehenden Rivalitäten als "schwierig" angesehen. Tja, trotz Tsunami und gutem Zweck helfen da wohl keine Bummsinchen.

Freitag, Februar 11, 2005

23

23 - Nichts ist so wie es scheint, ist ein Film um den Hacker Karl Koch und die Sage der Illuminaten. Die angeblich als geheimer Zirkel im Hintergrund auf der Welt die Fäden ziehen. Politische Morde, Kriege, das Pentagon, alles scheint in Verbindung mit der Zahl 23 und ihrer Quersumme 5 zu stehen. 23 fand ich spannend. Wie auch den Mythos um die Zahl 42 auf "Deep Thought".

Bin heute abend mit 23 Ja-Stimmen - bei 23 Wahlberechtigten - als Vorsitzende von Sachsenhausen-Ost bestätigt worden. 100 Prozent hatte ich noch nie als Wahlergebnis. Meine "politische Mama" Anita Breithaupt fand das mit einem Augenzwinkern "hochgradig unanständig". Elke hat nur gegrinst. Da wusste sie noch nicht, dass sie in Niederrad mit 21 - von 21 Wahlberechtigten - ebenso deutlich gewählt wird wie ich.