Dienstag, November 01, 2011

Ausgebremst: Der „Virtuelle Ortsverein der SPD – VOV“

Petra Tursky-Hartmann. Foto: Saskia Wiese
 
Interview mit Petra Tursky-Hartmann
 
von Marisa Strobel - 01.11.2011

Parteiarbeit im Netz ist keineswegs ein neues Thema. Die Gründer des „Virtuellen Ortsvereins“ (VOV) ergriffen bereits im Juni 1995 die Chancen des Internets – und waren damit Vorreiter der digitalen Parteiorganisation. Ein Interview mit Petra Tursky-Hartmann, ehemalige Vorsitzende des VOV.
 
vorwärts.de: Die Chancen des Internets für die Demokratie nutzen, dafür wirbt einer der Leitanträge auf dem diesjährigen Bundesparteitag. Darin steht: „Wer sich nicht im Ortsverein engagieren will, kann sich online ein geeignetes Mitmachangebot suchen.“ Das klingt ganz nach dem, was der „Virtuelle Ortsverein“ bereits Mitte der neunziger Jahre verkörperte. Ist der VOV noch aktiv?
 
Petra Tursky-Hartmann: Den Virtuellen Ortsverein gibt es zwar noch, aber er spielt in netzpolitischen Debatten faktisch keine Rolle mehr. Netzpolitische Debatten in der SPD haben sich in andere Initiativen verlagert, wie den Gesprächskreis Netzpolitik beim SPD-Parteivorstand. Oder den Online-Beirat, der bis 2009 aktiv war. Ich kenne aus Facebook außerdem einige sehr aktive Arbeitskreise, zum Beispiel aus Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg.
 
Der VOV hat lange mit dem Parteivorstand um ein Antragsrecht gestritten. Im Leitantrag heißt es nun, die SPD wolle die Entwicklung von Initiativen und Anträgen im Netz fördern und mit Antrags- und Rederechten auf Parteitagen versehen. Was denken Sie, wenn Sie das heute lesen?
 
Guter Plan! Nein, ernsthaft, ich begrüße das ausdrücklich. Der Bundesparteitag hat zwar 2003 bereits in Bochum entschieden, dass der Virtuelle Ortsverein Antragsrecht bekommen soll. Aber das ist leider bis heute nicht vom Parteivorstand umgesetzt worden.
 
War das verweigerte Antragsrecht einer der Gründe, weshalb Sie 2007 nach zehn Jahren Vorsitz des VOV nicht noch einmal für den Posten kandidierten?
 
Sicher auch, ja. Wobei ich das Thema „Netzpolitik“ mehr als Staffellauf sehe. Und da rennen jetzt eben die nächsten ein Stück weiter. Ich hatte 2007 - nach knapp 12 Jahren im Netz - meine Prioritäten wieder in die reale Politik zurück verlegt. Online im Netz hieß ja nichts anderes als 365 Tage im Jahr Mitgliederversammlung zu haben. Da gehen einem auch irgendwann die Ideen aus. Das war eine meiner Erfahrungen mit dem VOV, der 1995 auf dem Bundesparteitag in Mannheim initiiert und 1997 vom Parteivorstand als Arbeitskreis anerkannt worden war.
 
Sie waren fünf Jahre lang ehrenamtliche Vorsitzende des Virtuellen Ortsvereins. Was hat Sie an diesem Posten besonders gereizt?
 
Meine Entscheidung, mich im VOV zu engagieren, war maßgeblich durch den Leitantrag „Von der Utopie zur Wirklichkeit: Aufbruch in die Informationsgesellschaft“, der 1997 auf dem Bundesparteitag angenommen wurde, beeinflusst worden. Der Leitantrag forderte, staatliche Regulierung im Netz weitestgehend zu reduzieren bzw. nur dann einzusetzen, wenn die Selbstkontrolle versage. Verbraucher- und Persönlichkeitsrechte, Jugend- und Datenschutz sollten im Mittelpunkt stehen, Urheberrechte und Leistungsschutz gesichert werden. Interessant, dass das, was heute im Netz engagiert diskutiert wird, nicht so neu ist. Der VOV, der Anfang 2000 über 1000 eingeschriebene Mitglieder (davon nur 10 Prozent Frauen) hatte, hat natürlich auch Anträge beschlossen, die es dem Parteivorstand nicht leicht gemacht haben, beispielsweise die Positionen zur Vorratsdatenspeicherung oder zum Software und Patentwesen. Aber Netzpolitik ist eben auch immer mehr gewesen als die Verabschiedung von Rundfunkstaatsverträgen, die in Hauptausschüssen von Landtagen stillschweigend durchgewunken werden.
 
Sie sind selbst sehr aktiv im Netz. Halten Sie die in den Anträgen zur Netzpolitik formulierten Forderungen nach mehr Teilhabe und Transparenz für durchsetzungsfähig in der Partei?
 
Also wenn ich mir anschaue, wie populär und attraktiv die Piratenpartei momentan für jüngere Menschen sind, hoffe ich, dass meine Partei nicht ihren Fehler aus den Achtzigern wiederholt, als sie das Umweltthema den Grünen überließ. Die aktuellen Diskussionen von Bundestrojaner über Netzsperren und Guttenberg-Plag bis hin zum Datenschutz auf Social-Media-Plattformen werden unsere Gesellschaft noch öfters beschäftigen. Da sollte die SPD schon eigene Positionen entwickeln.
 
Was wünschen Sie den politischen Netz-Initiativen für die Zukunft und welche Tipps können Sie ihnen mit auf den Weg geben?
 
Darf ich auch dem Parteivorstand einen Tipp geben?
 
Aber natürlich.
 
Ich hoffe, dass der Bundesparteitag im Dezember das Vertrauen in seine netzpolitischen Aktivisten setzt und dies offensiv durch die Einführung eines Antrags- und Rederecht auf Parteitagen dokumentiert. Munter geführte Netzdebatten machen die SPD gerade für junge Menschen, die ja mittlerweile alle durch das Netz sozialisiert wurden, interessant. Und an die Vertreter der Netzinitiativen gerichtet würde ich sagen, haltet durch. Es kommt sowieso so, wie ihr das heute diskutiert.
 
Vielen Dank für das Interview!

Montag, Oktober 24, 2011

"Das Internet ist basisdemokratisch" (Vorwärts)

Björn Böhning im Gespräch mit Petra Tursky-Hartmann. 
Foto: vorwärts

Das Internet verändert unsere Art zu leben, zu arbeiten und zu denken. Doch wie gehen wir damit um? Im Interview mit vorwärts.de spricht Björn Böhning über die Herausforderungen der digitalen Revolution. Leben und Arbeiten werden entscheidend geprägt vom Wandel der Technologien. Gerade das Internet gestaltet unsere sozialen Beziehungen auf neuartige Weise. Die digitale Gesellschaft entsteht. Kommunikation und Interaktion werden digitaler schneller, spontaner, offener. Björn Böhning zeichnet gemeinsam mit Alexander Görlach den Wandel nach. „Freiheit oder Anarchie“ heißt der Titel der Streitschrift der beiden „Digital Natives“, die darin strittige politische Themen der alten Welt wie Individualisierung, Konservativismus, soziale Demokratie, Emanzipation, Datenschutz und Freiheit miteinander diskutieren.

vorwärts.de: Sie behaupten, der eine von Ihnen ist links, der andere konservativ. Passt das überhaupt zusammen?

Björn Böhning: Wir haben bei netzpolitischen Fragen festgestellt, dass es kein durchgehendes Links oder Rechts gibt.

vorwärts.de: Wird die alte Welt nur digitalisiert oder vollzieht sich gar eine Revolution?

Björn Böhning: Die digitale Generation ist fast 24-Stunden täglich online und hat ihr Leben komplett auf online umgestellt. Wir twittern unsere Liebschaften, dank „Foursquare“ weiß auch gleich jeder, wo wir uns befinden.

vorwärts.de: Das suggeriert, dass es für jedes Problem eine App gibt. 1986 hat die Bevölkerung noch vehement gegen die Volksbefragung gekämpft. Wäre Erich Mielke nicht neidisch, wenn er sehen könnte, was heutzutage alles in Facebook und über Twitter veröffentlicht wird?

Björn Böhning: Es ist eine der Aufgaben von Politik, die Medienkompetenz der digitalen Generation so weit zu entwickeln, dass sie eigenverantwortlich abschätzen können, was sie online stellen und was nicht.

vorwärts: Bekommt die Politik ein Problem mit ihrer eigenen Taktung?

Björn Böhning: Ja, sicher. Wir können doch beobachten, dass die auf Repräsentativität ausgerichtete Demokratie zunehmend unter Druck gerät, demokratische Beteiligungs- und Partizipationsmöglichkeiten stärker auszubauen. Das Internet ist eben basisdemokratisch und die Erwartungen seiner Nutzer ebenso.

vorwärts.de: Sie schreiben, die Werte in der digitalen Gesellschaft seien immaterielle Werte wie etwa der Schutz der Privatsphäre, der Schutz von Eigentum und der Schutz von Rechten an kreativen Erzeugnissen. Was man mit Gesetzen nicht regeln kann, müssten Ethos und Moral in einer Gesellschaft regeln. Hat Herr von Boetticher Ethos und Moral in der virtuellen Gesellschaft unterschätzt?

Björn Böhning: Von Boetticher hat wohl noch eine Menge mehr unterschätzt, was in der CDU so an Werten kursiert.

vorwärts.de: Bleiben wir doch noch einen Moment beim Konservativen. Sie beschäftigen sich in Ihrem Buch mit der Frage „Stirbt konservatives Denken aus?“ Ist das so?

Björn Böhning: Ich denke schon. Wo ein (Obrigkeits-)Staat nicht mehr die Macht hat, Dinge per Dekret zu verordnen, ist das konservative Staatsverständnis im Kern erschüttert.

vorwärts.de: Ihr Buch beschäftigt sich ja ausgiebig mit dem ersten virtuellen Sündenfall in der Wissenschaft. Sie schreiben, dass Karl-Theodor zu Guttenberg der erste Politiker sei, der an den Gesetzmäßigkeiten der digitalen Welt gescheitert ist. Ist kopieren okay, solange man es nicht als eigene Leistung ausgibt?

Björn Böhning: Es vergeht doch kaum eine Sitzung der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, in der nicht über die Frage des Urheberrechts diskutiert wird. Auf der anderen Seite muss man akzeptieren, dass das Wesen des Internets die Kopie ist.

vorwärts.de: Was ist denn dann die Währung, die im Internet zählt? Ehrlichkeit? Glaubwürdigkeit?

Björn Böhning: Ich finde es gut, dass das Internet den Versuch, seine Meinung im politischen Diskussionsprozess zu ändern, heutzutage erheblich erschwert. Das hat allerdings den Nachteil, dass wir in der Politik einen Trend zum Ungefähren beobachten.

vorwärts.de: Sie schreiben, das Web sei von Militärs und Wissenschaftlern entwickelt worden. Diese beiden Gruppen hätten nicht an Geschäftsmodelle gedacht. Vor dem Hintergrund des strukturellen Wandels durch das Internet fordern Lobbyisten nun ein Leistungsschutzrecht für Verlage. Dies sei nötig, um die Qualität des Journalismus zu erhalten. Wie sehen Sie das?

Björn Böhning: Früher war eben auch nicht alles besser. Qualitätsjournalismus war ja seit je her immer auf einen kleinen Teil der Medien und eine kleine Zielgruppe beschränkt. Ich bin überzeugt, qualitativ hochwertiger Journalismus wird auch in der digitalen Welt seine Abnehmer finden. Hat nicht der Zeit-Verlag seit 2003 seine Umsätze um 81 Prozent steigern können? Und war es nicht die Süddeutsche Zeitung, die die Informationen zur Doktorarbeit des ehemaligen Verteidigungsministers veröffentlicht hat?

vorwärts.de: Wie meinen Sie das genau?

Björn Böhning: Schon heute sind hervorragende Angebote wie die App der Frankfurter Rundschau sehr beliebt. Zugleich gibt es neue Formen von freiwilligen Abgaben, die es dem Nutzer ermöglicht, für von ihm begehrte Inhalte auch einen Beitrag zu zahlen. Und letztlich hab ich auch das Gefühl, das viele Blogs inhaltsschwerer und diskursiver sind, als so manche große Zeitung. Letztlich geht es um die Vielfalt, die wir offensiv angehen sollten.

vorwärts.de: „Sie ziehen am Ende Ihres Buchs das Fazit, das Netz sei kein rechtsfreier Raum. Aber was es dort im Vergleich zur realen Welt gäbe, wären Freiheitsräume. Dazu zählen Sie auch die Sicherheit vor der totalen Erfassung, Stichwort „Bundestrojaner“. Wie sehen Sie das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit?

Björn Böhning: Das Netz war noch nie ein rechtsfreier Raum. Aber ich erwarte vom Rechtsstaat, dass er ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts akzeptiert und umsetzt. Und Bundestrojaner sind eben ein No go!

Das Interview führte Petra Tursky-Hartmann auf der Frankfurter Buchmesse.

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Björn Böhning ist SPD-(Netz-)Politiker, Mitglied im Bundesvorstand seiner Partei und Leiter der Abteilung Politische Grundsatz- und Planungsangelegenheiten in der Senatskanzlei des Landes Berlin.

Petra Tursky-Hartmann ist medienpolitische Referentin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und war von 1997 bis 1999 und von 2002 bis 2008 Vorsitzende des Virtuellen Ortsvereins (VOV) der SPD.

Montag, September 26, 2011

Kommissare ermitteln in Niederursel (FNP, 26. September 2011)



FNP: Kommissare ermitteln in Niederursel

Niederursel. Wer einen spannenden Krimi-Abend mit einer guten Portion Lokalkolorit erleben möchte, ist am Donnerstag, 29. September, ab 20 in der Alten Scheune genau richtig. Dort lassen die beiden Krimiautoren Hanna Hartmann und Lutz Ullrich ihre Kommissare in den Tiefen und Untiefen der Frankfurter Gesellschaft ermitteln. Die Alte Scheune ist direkt hinter der Amselhof Buchhandlung (Alt Niederursel 22).

Hanna Hartmann, die im realen Leben Petra Tursky-Hartmann heißt und im Hessischen Landtag für die SPD als medienpolitische Referentin arbeitet, liest aus ihrem Roman "Darling", der im Societätsverlag erschienen ist. Das Buch ist eine unsentimentale Reise durch die Frankfurter Unterwelt. Der Taxifahrer Adrian Baumann hat jede Menge privater Probleme. Doch als eine unbekannte Schöne namens Clara in sein Taxi steigt, beginnt ein Albtraum. Als er der Frau heimlich folgt, wird er Zeuge eines Mordes.

Lutz Ullrich, Rechtsanwalt und ehemals Sprecher der Frankfurter Jusos, hat sein Erstlingswerk "Der Kandidat" ebenfalls 2009 herausgebracht. Die Bücher um den kauzigen Kommissar Tom Bohlan, der auf einem Hausboot in Frankfurt-Höchst lebt, erscheinen im Röschen-Verlag. In "Der Kandidat" ermittelt Bohlan gemeinsam mit seiner Kollegin Julia Will im Sumpf der Frankfurter Kommunalpolitik. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen der Frankfurter Lokalprominenz sind natürlich "rein zufällig". Ullrichs zweites Buch "Tod in der Sauna", das der Autor am gemeinsamen Krimiabend ebenfalls vorstellt, handelt von Doping im Leistungssport und dem Mord an einem allseits bekannten Startrainer.

Der Eintritt zur Lesung "Mörderisches Frankfurt" kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Karten können in der Amselhof Buchhandlung vorbestellt werden (Telefonnummer 573601). Infos im Internet unter http://www.hanna-hartmann.de und und http://www.lutzullrich.de.

Montag, August 29, 2011

“Mein Darling heißt Horst Schneider”


Mein Darling heißt Horst Schneider
Gelungene Lesung mit Hanna Hartmann in der Weinstube

von Jan Döring (Text) und Nathalie Zies (Fotos)

Wenn Politik zum Krimi wird, kann es sich nur um eine Lesung von Hanna Hartmann handeln. Unter diesem  Pseudonym hatte sich die bekannte Frankfurter Kommunalpolitikerin Petra Tursky- Hartmann diese Tage über die Stadtgrenze gewagt,  um ihrer  Fangemeinde in der Weinstube aus ihrem  Erstlingswerk „Darling“ vorzulesen.
Bei der Lesung, die im Rahmen des Oberbürgermeisterwahlkampfes  von Jan Döring und Nathalie Zies in Kooperation mit der Weinstube  veranstaltet wurde, durfte Horst Schneider natürlich nicht fehlen. Gerne unterstützt die Kommunalpolitikerin SPD-Kandidaten, da sie mit ihrer Lesung eine andere Art der Wahlkampfwerbung betreibt und Wähler erreicht, die eher nicht über konventionelle Parteiveranstaltungen zu erreichen sind.  So wurde beispielsweise Landrat Erich Pipa im Main Kinzig Kreis nach ihrer Lesung mit über 60 Prozent wiedergewählt. „Das wollen wir auch in Offenbach für unseren Horst schaffen“, motivierten denn auch die Veranstalter Nathalie Zies und Jan Döring die anwesenden Gäste.
Das Buch entstand während des Landtagswahlkampfes 2008/2009 als Petra Tursky-Hartmann selbst für den Hessischen Landtag kandidierte. Darling ist daher ein Produkt der Eindrücke, welche sie während der rasanten Wahlkampfzeit sammelte. Bis dato dachte die Autorin, ihre Heimatstadt zu kennen, doch der Wahlkampf führte sie  zum Teil  an bizarre Orte, die nachhaltig beeindruckten. Unter diesem Gesichtspunkt ist es auch nicht verwunderlich, dass die Geschichte um Darling in Niederräder Klärwerk beginnt.
Nach dem ersten Leseblock kam der Polittalk, in welchem die Autorin aus dem Nähkästchen plauderte, wie Darling entstand, welche Eindrücke sie dabei gewann und wie sie die unzähligen Wahlkampftermine in Frankfurts Unterwelten erlebte. „Horst, welches waren  im Rahmen Deiner Wahlkampftermine Orte, an die man normalerweise nicht kommt?“, fragte die Autorin und zugleich schwärmte der OB-Kandidat von den vielen Hinterhöfen und Hoffesten, die er auf vielen Nachbarschaftstreffen erkunden durfte, und in die man von der Straße aus normalerweise keinen Einblick hat. „Da tut sich so manches Juwel auf.“

Doch nicht nur die „Unterwelten“ fanden Eingang in Darling, auch die IT-Branche und Neuen Medien, die in Frankfurt entlang der Hanauer Landstraße boomen. „Nirgendwo sonst sind so viele Tonnen Glasfaserkabel verlegt“, weiß die Autorin und berichtete ihren Zuhörern aus eigener Erfahrung von den Chancen und Risiken der neuen Medien.  Schnell kamen aus dem Publikum Fragen nach der wachsenden Bedeutung der sozialen Netzwerke  auf die Kommunalpolitik. Beispielgebend für die gelungene Integration neuer Technologien  hinsichtlich verstärkter Bürgerbeteiligung war der öffentliche Blog der Stadt Offenbach zur Maindammsanierung sowie die Möglichkeit der  Offenbacher über einen weiteren Blog konkrete Vorschläge zum Haushaltsentwurf beizutragen. Horst Schneider hat damit hinsichtlich einer modernen und transparenten Verwaltung Zeichen gesetzt  und landesweit Anerkennung gefunden.

Letztendlich kam auch die Nachbarschaftsliebe zwischen Offenbachern und Frankfurtern in kleinen Anekdoten während der Lesung immer wieder zum Tragen und es wurde bei leckeren Canapés viel gefrotzelt. Nichtsdestotrotz schienen sich auch die aus Frankfurt angereisten Gäste in der Offenbacher Weinstube sichtlich wohlzufühlen.

Sonntag, August 14, 2011

Wenn Politik zum Krimi wird

Kultur und Politik ist im Rahmen des Offenbacher Oberbürgermeisterwahlkampf​es das Motto einer Lesung des Frankfurt-Krimis “Darling” mit Hanna Hartman, alias Petra Tursky-Hartmann. Unter dem Pseudonym Hanna Hartmann hat die Frankfurter Kommunalpolitikerin im Frühjahr 2009 ihren ersten Roman “Darling” veröffentlicht – eine unsentimentale Reise durch Frankfurts Unterwelt.

Ehrengast wird Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) sein und in die Lesung, soviel sei verraten, eingebunden werden.

An dieser Stelle wird die Autorin auch Einblicke in die Entstehung des Romans geben und wie sehr er am Rande der Geschichte mit Politik und der eigenen Vita zu tun hat.

Die Autorin: Petra Tursky-Hartmann wurde 1960 in Bad Kreuznach geboren. Nach dem Studium der Publizistik, Soziologie und Ethnologie war sie zwölf Jahre als Flugbegleiterin bei der Deutschen Lufthansa AG tätig. Die Mutter von zwei Söhnen ist seit 2006 Parlamentarische Referentin für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.

Die Autorin lebt in Frankfurt -Sachsenhausen und kennt ihre Stadt und ihre absonderlichen Seiten sehr genau.

„Darling“ ist ein Buch, das viel Kälte spüren lässt. Hanna Hartmanns Debüt führt durch ein abseitiges und fremdartiges Frankfurt. Auch, wenn die Geschichte fiktiv, gibt sie dennoch Einblicke in Orte, die die Autorin vor allem während des Landtagswahlkampfes 2008, gesehen und erlebt hat.

Veranstalter der Lesung sind Jan Döring (SPD Offenbach) und Nathalie Zies (SPD Main-Kinzig) in Kooperation mit der Weinstube Offenbach. Beide kennen als langjährige SPD- Mitglieder die Autorin persönlich und engagieren sich für die Wiederwahl Horst Schneiders zum Oberbürgermeister. Der Inhaber der Weinstube Azimet Avci wird für die Gäste zur Begrüßung einen besonderen Empfang bereiten.

Die Lesung beginnt am Montag, 29. August um 17.00 Uhr in der Weinstube Offenbach, Taunusstraße 19, der Eintritt ist frei. Telefon: (069) 88 42 56, http://www.die-weinstube.eu. 

Sonntag, Mai 29, 2011

Krimi für Mimi und Co.


Tatort RheinMain: Am Sonntag findet beim "Tag für die Literatur" in der Fabrik ein Lesemarathon mitAnne Chaplet, Rosa Ribas, Irmgard Schuergers, Hanna Hartmann und Jörg Reckmann statt.

Der Verein "Kultur in der Fabrik e.V." stellt unter dem Titel "Tatort Rhein-Main" auf dem gesamten Gelände des in Sachsenhausen gelegenen Kulturzentrums Autoren in den Mittelpunkt, die aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, und deren Kriminalromane mit ihren Handlungen ebenfalls in der Region angesiedelt sind.

Ab 18 Uhr werden mehrere Autorinnen und ein Autor einen kleinen Lesemarathon starten, der bis 24 Uhr dauern soll. Mit Anne Chaplet, Rosa Ribas und Jörg Reckmann kommen drei bereits sehr bekannte Autoren in die Fabrik, während Irmgard Schuergers mit "Kaltherz" (Dez. 2010) ihre erste Arbeit vorgelegt hat. Aber gerade dieser Roman spielt auch in der "Fabrik". Die Sachsenhäuser SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann (alias Hanna Hartmann, siehe Foto) siedelt ihren im Frühjahr 2009 erschienenen ersten Kriminalroman "Darling" in Frankfurts Unterwelt an.

Die Spielorte für de Lesungen werden auf das gesamte Fabrikgelände verteilt sein, das mit seinem verwilderten Park und den alten, sehr atmosphärischen Produktionsräumen im ersten und zweiten Stock sowie dem Innenhof und dem Atelier Goldstein viele Möglichkeiten bietet. Der "Lesemarathon" wird unterbrochen werden durch ein kleines musikalisches Live-Programm, in dem Stücke wie der "Kriminaltango" oder die Titelmelodie des "Tatorts" vorkommen werden.

Der Eintritt kostet 10 Euro. Kulturzentrum "Die Fabrik": Mittlerer Hasenpfad 5, im Hof. (nb)

Sonntag, Mai 15, 2011

"Tatort RheinMain" beim "Tag für die Literatur" (29.05.2011)


Ein Lesemarathon mit Anne Chaplet, Rosa Ribas, Irmgard Schuergers, Hanna Hartmann und Jörg Reckmann.

Der Verein „Kultur in der Fabrik e.V.“ stellt unter dem Titel „Tatort Rhein-Main“ auf dem gesamten Gelände des in Frankfurt-Sachsenhausen gelegenen Kulturzentrums (eine ehemalige Ölfabrik) Autorinnen und Autoren in den Mittelpunkt, die aus dem Rhein-Main-Gebiet kommen, und deren Kriminalromane mit ihren Handlungen ebenfalls in der Region angesiedelt sind.

Ab 18 Uhr werden mehrere Autorinnen und ein Autor einen kleinen Lesemarathon starten, der bis 24 Uhr dauern soll. Mit Anne Chaplet, Rosa Ribas und Jörg Reckmann kommen drei bereits sehr bekannte AutorInnen zu uns, während Irmgard Schuergers mit "Kaltherz“ (Dez. 2010) ihre erste Arbeit vorgelegt hat. Aber gerade dieser Roman spielt auch in der "Fabrik". Die Sachsenhäuser SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann (alias Hanna Hartmann) siedelt ihren im Frühjahr 2009 erschienenen ersten Kriminalroman „Darling“ in Frankfurts Unterwelt an.

Die Spielorte für de Lesungen werden auf das gesamte Fabrikgelände verteilt sein, das mit seinem verwilderten Park und den alten, sehr atmosphärischen Produktionsräumen im ersten und zweiten Stock sowie dem Innenhof und dem Atelier Goldstein viele reizende Möglichkeiten bietet – umso mehr, wenn das Mai-Wetter mitspielt. Der „Lesemarathon“ wird unterbrochen werden durch ein kleines musikalisches Live-Programm, in dem Stücke wie der „Kriminaltango“ oder die Titelmelodie des „Tatorts“ vorkommen werden.

Mit freundlicher Unterstützung des HR-Fernsehens wird zum Abschluss des Abends die Folge "Todesmelodie" der "Kommissarin" (letzte Folge mit Til Schweiger) gezeigt.

Programm:

  • 14:00 - 16:00 Uhr Kleider- und Krimitausch
  • 16:00 - 18:00 Uhr Kinderkriminachmittag (Kinder lesen für Kinder)
  • 18:00 Uhr Irmgard Schürgers liest aus "Kaltherz"
  • 19:00 Uhr Hanna Hartmann liest aus "Darling"
  • 20:00 Uhr Jörg Reckmann liest aus "Bärlinger Splitt"
  • 21:00 Uhr Rosa Ribas liest aus "Tödliche Kampagne"
  • 22:00 Uhr Anne Chaplet liest aus "Schrei nach Stille"
  • 23:00 Uhr Filmvorführung: Die Kommissarin "Todesmelodie"
Das Projekt wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie vom Hessischen Rundfunk, Welle hr2.

Besetzung:Anne Chaplet, Rosa Ribas, Jörg Reckmann, Irmards Schürgers, Hanna Hartmann
VK: 10€*IT-Res: 10€AK/erm.: 10€/8€AK ab 15:00 *inkl. Vorverkaufsgebühr

Samstag, April 16, 2011

„Tatort Rhein-Main“ am „Tag der Literatur“ (29.Mai 2011)

Ist Frankfurt eine „mörderische Metropole“? Den Eindruck kann man bekommen, wenn man die Tatorte der Kriminalromane sieht, die von Krimiautoren aus dem Rhein-Main-Gebiet veröffentlicht werden. Sicher können die Romanfiguren nirgendwo mehr sein - auch nicht im Kaiserdom.

Für die Leser ergibt sich die besonders reizvolle Konstellation, dass sie mit vertrauten Bildern im Kopf die diversen Orte der Handlung nachvollziehen können. Ob Mainufer, Ebbelwoi-Express oder Bahnhofsviertel: das Kopfkino funktioniert bestens.

Für den „Tag der Literatur“ in Hessen bieten wir daher einen besonderen Leckerbissen an. Fünf AutorInnen aus Rhein-Main lesen aus fünf Frankfurt-Krimis: Die Leseorte werden auf das Gelände der FABRIK verteilt sein. Begonnen wird mit einem Roman, der im Atelier Goldstein auf dem FABRIK-Gelände angesiedelt ist.

Bevor es für die Erwachsenen spannend wird, werden die jungen Krimifans zu ihrem Recht kommen. Film, Musik, eine Verlosung, ein Kleidertausch und anderes mehr runden das Programm ab, das unter dem Motto „Tatort Rhein-Main“ steht.

Viel Vergnügen wünscht das Projektteam von „Kultur in der Fabrik e.V“ und „Freundeskreis Die Fabrik e.V.“!

Programmablauf

Kleider- & Krimi-Tausch und Kinderkriminachmittag
14 – 16 Uhr bzw. 16 – 18 Uhr

„Tatort RheinMain“ beginnt bereits um 14 Uhr für die gesamte Familie auf dem Gelände der Fabrik: Die Gruppe 121 wird einen Kleider- & Krimi-Tausch als neue interessante Alternative zu Second Hand-Läden und altgedienten Flohmärkten organisieren: Man kommt, nimmt ein hübsches Stück Kleidung vom Hänger oder sucht sich ein Buch aus und bringt - soweit vorhanden - dafür etwas Eigenes Spannendes in den Tauschhandel mit ein.

Das Programm für Kinder und Jugendliche verspricht viel Krimispaß und wird eine gesteigerte Leselust entfachen: Kindergruppen werden den jungen Besuchern Krimis vortragen. Für die Sechs- bis Zehnjährigen wird über die schwedischen Nachwuchsspürnasen Lasse und Maja gelesen, für die Älteren stehen Auszüge aus Martin Selles Der Erbarmungslose auf dem Programm. Zwischen den zwei Lesungen wird es ein kriminalistisch inspiriertes Bewegungsspiel geben.

Der „Freundeskreis Die Fabrik e.V.“ hält für alle Gäste Kaffee und Kuchen bereit und organisiert einen kleinen Flohmarkt mit Büchern und CDs. Mit dem Erlös wird die Kulturarbeit in der FABRIK gefördert.

Die Autoren

Irmgard Schürgers liest aus „Kaltherz“ (18 Uhr)

Frankfurt ist die Geburtsstadt von Irmgard Schürgers und sie lebt auch heute noch am Rande der Stadt. Nach Beendigung ihres Berufslebens in Werbeagenturen und Verlagen entschied sie sich, an der Goethe-Universität Seminare in kreativem Schreiben im Rahmen der „Universität des dritten Lebensalters“ zu belegen. Dadurch konnte sie sich einen lang gehegten Traum verwirklichen: sie ist nun Mitglied einer Autorengruppe und Mitbegründerin des Verlags UniScripta. 2010 erschien Irmgard Schürgers erster Roman Kaltherz, der hauptsächlich im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen spielt. Darin ermittelt die Kommissarin Katja Lehmann in einem besonderen Fall – dem Mord an dem geistig behinderten Lothar Meyer. Dessen Leiche war an einem eiskalten Februarmorgen vor seinem Wohnheim in Dribbdebach aufgefunden worden. Zwei Protagonisten des Romans haben reale Mitglieder des Atelier Goldstein auf dem FABRIK-Gelände zum Vorbild, Handlungsort ist daher auch die FABRIK selber.

Hanna Hartmann liest aus „Darling“ (19 Uhr)

Hanna Hartmann ist das Pseudonym der Frankfurter SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann, ehemals Flugbegleiterin bei der Lufthansa und PR-Managerin in der IT-Wirtschaft, nun Autorin. Die umtriebige Allrounderin und Sachsenhäuserin veröffentlichte 2009 den „Frankfurt.Krimi“ Darling, aus dem sie bei „Tatort RheinMain“ lesen wird. Die Erzählung führt in Frankfurts Unterwelt, in der man mit Demütigung und Dominanz viel Geld verdienen kann. Taxifahrer Adrian Baumann folgt darin einer schönen Unbekannten und verstrickt sich als Zeuge in einen Albtraum um bizarre Videos und Mordlust. Doch wie findet er aus diesem „Zuviel“ an brutaler Realität wieder heraus?

Jörg Reckmann liest aus „Bärlinger Splitt“ (20 Uhr)

Eigentlich stammt er aus Berlin, ist aber über lange Jahre als Journalist mit der Frankfurter Rundschau auf verschiedenen Redakteursposten verbunden. Mit Bärlinger Splitt hat einen packenden Krimi vorgelegt, der in Frankfurt spielt. Er selbst verfolgte jahrelang spektakuläre Kriminalfälle als Berichterstatter, zuletzt den Mord am holländischen Filmemacher Theo van Gogh und den Prozess um den belgischen Kinderschänder Dutroux. Zwischen 2003 und 2007 absolvierte er in Berlin, Frankfurt, Paris und Köln fünf Marathonläufe. Während des Laufens verfertigte sich die Idee zu einer Krimiserie, dessen erster Band mit „Bärlinger Splitt“ ist.

In dem Krimi geht es um einen Immobilien-Tycoon, der tot den Frankfurt-Marathon mit persönlicher Bestzeit durchs Ziel gelaufen sein soll. Als der zwielichtige Innenminister den Mord für seinen Anti-Drogen-Wahlkampf nutzt, weil ein Junkiepärchen verwickelt sein soll, wird der Fall zum Politikum. Die Erkenntnisse während der Ermittlungen geben Kommissar Schurmann Rätsel auf. Er muss sich schließlich notgedrungen Hilfe bei seinem Freund, dem Kriminalistik-Fan Bärlinger, holen, dessen unorthodoxe Methoden ihn nur durch Beziehungen und Glück nicht schon längst ins Gefängnis gebracht haben.

Rosa Ribas liest aus „Tödliche Kampagne“ (21 Uhr)

Seit 1993 wohnt die Autorin in Frankfurt, die am liebsten in Cafés mit Geräuschkulisse auf der Berger Straße schreibt. Die aus Barcelona stammende Autorin schreibt Krimigeschichten über ganz normale Leute. Die Putzfrauen, Gastarbeiter oder Werbefachleute, die sie zum Leben erweckt, wirken dabei stark und real, und die Multikulturalität Frankfurts nimmt einen besonderen Stellenwert in ihrer Arbeit ein. Die ermittelnde Kommissarin Cornelia Weber-Tejedor ist Halbspanierin und reflektiert die Ereignisse auf ihre ganz eigene Weise. Die Autorin wird aus ihrem jüngsten Krimi Tödliche Kampagne lesen: Es geht um einen Fall in der Werbebranche. War die Konkurrenz der Agentur Baumgard & Holder in den Mord verwickelt?

Anne Chaplet liest aus „Schrei nach Stille“ (22 Uhr)

1998 schrieb sie ihren ersten Kriminalroman. Unter dem Namen, der in ihrem Pass steht, dem der promovierten Politikwissenschaftlerin und Historikerin Cora Stephan, hat sie zahlreiche Sachbücher verfasst, darunter "Der Betroffenheitskult" (1993) und "Das Handwerk des Krieges" (1998). Die Krimis von Anne Chaplet handeln jedoch von Paul Bremer, einem Ex-Werbefachmann und Karen Stark, einer Staatsanwältin in Frankfurt. Die mörderischen Geschichten der erfolgreichen Autorin bestechen durch ihr Lokalkolorit. So tauchen die für Frankfurt typischen Bürotürme durchaus in Nebenrollen auf.

Der Tatort-Krimi folgt dann um 23 Uhr

Donnerstag, April 07, 2011

Der Landrat als Zeuge eines Mordes (Hanauer Anzeiger, 7. April 2011)


Der Landrat als Mordzeuge 

Langenselbold. Im voll besetzten Stucksaal des Langenselbolder Schlosses las die Frankfurter Autorin Petra Tursky-Hartmann aus ihrem Krimi "Darling". Der Freundeskreis Erich Pipa hatte zur Lesung geladen und mit der Autorin eine eloquente Sozialdemokratin an Land gezogen. Diese fasste in ihrem Roman die Erfahrungen aus über 300 Terminen beim Wahlkampf für die SPD zusammen und veröffentlichte ihren Krimi unter Pseudonym. Gedacht sei das Buch als Hommage an poltisches Engagement.

Hanna Hartmann: „Darling“. Ein Frankfurt-Krimi. 216 Seiten, ISBN 978-3-7973-1143-6, 14,80 Euro. (ju)

Dienstag, März 22, 2011

Vogelsberg Nachrichten: Kultureller Wahlkampfabschluss mit Kriminalautorin


Romrod (vn) - „Die SPD-Romrod ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der SPD Romrod. Angespielt wird damit auf die Wahlkampfaktivititäten der Romröder Sozialdemokraten. In sechs Arbeitskreisen haben diese in vielen Sitzungen ein Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2011 erarbeitet, das in öffentlichen Vortragsabenden in allen Stadtteilen vorgestellt wurde und auch in gedruckter Form an alle Haushalte verteilt wurde.

Am Anfang des Wahlkampfes stand ein zweistündiger Vortrag des ehemaligen Fachbereichsleiters Sozialversicherung bei ver.di Hessen, Klaus zum Felde, zum Thema „Ist unser Gesundheitssystem noch zu retten“ im Bürgerhaus. Den Abschluss des Wahlkampfes bildete eine Lesung mit der Frankfurter SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann am Sonntag. Die Lesung fand im Renaissancezimmer von Schloss Romrod bei Kaffee und Kuchen, unter der einst von Queen Victoria gestifteten Holzdecke, einen würdigen Rahmen.

Petra Tursky-Hartmann war nach ihrem Studium der Publizistik und Soziologie von 1999 bis 2002 als Referentin Elektronische Medien für den SPD Parteivorstand im Willy-Brandt-Haus in Berlin tätig. Seit 2006 bekleidet sie das Amt der parlamentarischen Referentin im Hessischen Landtag in Wiesbaden.

Unter dem Pseudonym Hanna Hartmann hat sie im Frühjahr 2009 ihren ersten Kriminalroman "Darling" veröffentlicht, eine unsentimentale Reise durch Frankfurts Unterwelt. Die Autorin kennt die pulsierende Mainmetropole und ihre absonderlichen Seiten sehr genau. Es ist ein Buch, das viel Kälte spüren lässt. „Darling“ ist ein Streifzug durch das nächtliche Frankfurt und führt in die dunklen Winkel der Unterwelt genauso, wie in die glitzernde Scheinwelt der Clubs und Bars. Der Leser lernt eine Stadt kennen, die fasziniert und abstößt, und trifft auf schillernde Charaktere und verlorene Seelen.

Der Frankfurter Taxifahrer Adrian Baumann hat jede Menge privater Probleme, doch als die unbekannte Schöne in sein Taxi einsteigt, scheinen sie wie weggeblasen. Er folgt ihr heimlich, und ein Albtraum beginnt: Erst entdeckt er, dass die Frau bizarre Videos dreht, dann wird er Zeuge eines Mordes. Auf der Suche nach einer Erklärung taucht er immer tiefer in eine Welt ein, in der man mit Demütigung und Dominanz viel Geld verdienen kann. Am Ende weiß er mehr, als er vielleicht wissen wollte.

Unter dem Motto „Wenn Politik zum Krimi wird“ erläuterte Petra Tursky-Hartmann im Anschluss an die Lesung im Gespräch, wie Politik zur Inspiration für einen Krimi wird. In entspannter Atmosphäre schilderte sie Erlebnisse als Wahlkämpferin in Frankfurt und berichtete über ihre Tätigkeit in Berlin. Ausführliche Informationen sind unter www.tursky-hartmann.de zu finden. Die Organisation der Veranstaltung lag in den Händen von Gudrun Kotschura.

Dienstag, März 01, 2011

“Krimi, Kunst und Klang am Kamin”

Frankfurtkrimi – Lesung mit Petra Tursky-Hartmann aus ihrem Buch “Darling” - Ausstellung von Exponaten von Künstlerin Hannelore Hilgert, musikalisch untermalt durch Renate Eberhard in der Firma "Ofenfreund".


Samstag, Februar 05, 2011

"Darling" am 20. März 2011 in Schloss Romrod


Wenn Politik zum Krimi wird
Nächste Lesung am 20. März 2011 in Romrod

Einführung: Gudrun Kotschura

"Wenn Politik zum Krimi wird" - unter diesem Motto steht eine Lesung mit der Frankfurter SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann am Sonntag, dem 20. März 2011 um 15 Uhr im Renaissance Zimmer im Schloss Romrod. Unter dem Pseudonym Hanna Hartmann hat sie im Frühjahr 2009 ihren ersten Kriminalroman „Darling“ veröffentlicht, eine unsentimentale Reise durch Frankfurts Unterwelt. Die Autorin kennt die Stadt und ihre absonderlichen Seiten sehr genau. Es ist ein Buch, das viel Kälte spüren lässt.

Wie Politik zur Inspiration für einen Krimi wird, erläutert Petra Tursky-Hartmann im Anschluss an die Lesung im Gespräch.

Eintritt frei. Zur Lesung lädt ein die SPD Romrod.

Sonntag, Januar 02, 2011

Pottblog: Darling - Frankfurt bei Nacht

Unter dem Motto Wenn Politik zum Krimi wird findet am Mittwoch, den 5. Januar 2011, um 19:00 Uhr in der Galerie des Kurt-Schumacher-Hauses in Berlin eine Lesung mit der Frankfurter SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann statt finden. ... Wäre ich an dem Tag in Berlin, dann würde ich da sicherlich gerne vorbeischauen, aber das klappt alleine aus Entfernungsgründen schon mal nicht. Den Roman Darling: Frankfurt bei Nacht habe ich übrigens auch schon angefangen zu lesen und obwohl ich ihn sehr spannend fand bzw. finde kam ich noch nicht dazu ihn zu Ende zu lesen. Das hat aber psychologische Gründe – irgendwie erinnert mich die Lektüre immer an einen nervenden Zahnarztbesuch von mir, denn dort habe ich im Wartezimmer (und auch auf dem Behandlungsstuhl…) das Lesen dieses Romanes angefangen. Daher ein Tipp von mir: Gute Romane nie in solchen Situationen lesen, denn irgendwie erinnert einen das immer daran.