Montag, Dezember 10, 2012

"Nicht hinter jedem Badeschiff steckt gleich ein Flugzeugträger"

Sehr geehrte Besucher von FRApedia
Sehr geehrte Frau A.Kollotai
Sehr geehrte Frau Lula Mae Barnes 37
Sehr geehrte Penthesilea

"Nicht hinter jedem Badeschiff steckt gleich ein Flugzeugträger"

Vielen Dank für Ihren Besuch auf meinem Blog "Hotel Falckenstein". Ich freue mich, dass Sie sich objektiv darüber informieren wollen, wie es u.a. um mein Projekt "Frankfurter Badeschiff" bestellt ist.

Als Gründerin des Vereins bin seit der Eröffnung des Berliner Badeschiffs im Jahr 2004 zutiefst überzeugt, dass ein solches Projekt städtebaupolitisch ein Gewinn für Frankfurt ist. Dies habe ich bereits seit 2004 immer wieder öffentlich in der FAZ, FNP, FR, BILD, Journal Frankfurt, BlitzTip oder Frankfurter Stadtnachrichten erklärt. Frankfurt würde mit einem Badeschiff an seine populäre Sportpolitik in der Weimarer Republik anknüpfen, als 1922 nicht nur das Stadionbad geplant, sondern auch sechzehn Badeanstalten im Main für die Frankfurter Bevölkerung eröffnet wurden. Das "Flaggschiff" war damals die private Moslersche Badeanstalt mit über 600 Metern Länge im damaligen "Nizza", das weit über Frankfurt hinaus bekannt war.

Wir, die Begründer des Vereins, haben ein "Badeschiff" jedoch nicht nur als historisches Projekt (wie den Wiederaufbau der Altstadt) verstanden, sondern als Signal, dass wir es mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie am Main ernst meinen. In Wien und Kopenhagen sind Badeschiffe mit deutlicher Zustimmung der Bevölkerung und Finanzierung durch die öffentliche Hand realisiert worden. Nichts anderes ist das Ziel des Vereins "Frankfurter Badeschiff" seit seiner Gründung. Wir fordern einen fairen, transparenten und ergebnisoffenen Architektenwettbewerb. Wobei ich persönlich nie einen Hehl daraus gemacht habe, dass ich das Modell des Berliner Badeschiffs des Architekten Gil Wilk favorisiere, weil es nun schon im neunten Jahr, Sommer wie Winter, ohne technische Probleme in der Spree "schwimmt".

Über die Unterstützung der Flughafenausbaugegner (FAG) für das Badeschiff haben wir uns vor fünf Jahren übrigens sehr gefreut. Die FAG hat 2007 mit einem eigenen Antrag (Nr. 533 vom 16. Juli 2007) unser Vorhaben parlamentarisch unterstützt. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hält übrigens aufgrund dieses Antrags vier Standorte in Frankfurt (Theodor-Stern-Kai, Molenkopf Westhafen, Ruhrorter Werft und Molenkopf Osthafen) für die Einrichtung eines Badeschiffs für geeignet (B 43 vom 25. Januar 2008). Alle Infos dazu finden Sie auf der Homepage des Frankfurter Badeschiffs unter "Presse und Politik".

Da es sowohl durch Vorbehalte in der Frankfurter SPD - erst zur Kommunalwahl 2011 wurde das Badeschiff formal als Zukunftsprojekt fürs SPD-Programm beschlossen- als auch durch Intervention von Schwarz-Grün - Herr Becker (CDU) und Herr Cunitz (Bündnis 90/Die Grünen) halten bis heute unbeirrt an der Forderung nach einem privaten Investor fest - hartnäckige Widerstände gegen das Projekt gab, habe ich mit Freunden den Weg über die Vereinsgründung gewählt, um diese Idee "am Leben zu erhalten". Dafür habe ich Menschen gefragt, mit denen ich nicht nur politisch zusammenarbeite, sondern teilweise seit meinem Eintritt 1994 in die SPD auch befreundet bin und denen die Idee gefallen hat. Dass ich mit Petra Rossbrey oder Michael Paris über die Politik hinaus befreundet bin, ist kein Geheimnis und hat auch keiner in Abrede gestellt. Warum auch? Marcus Gwechenberger hat sich 2006 für das Badeschiff-Projekt interessiert. Und Frank Cornelius ist Mitglied im Verein geworden, weil er am Tag der Vereinsgründung die "Rudi Arndt" fuhr. In guten Filmen sagt man immer "zur falschen Zeit am falschen Ort", aber das ist nur eine Petitesse, denn wo sonst sollte man einen Badeschiff-Verein gründen, wenn nicht auf dem Main? Das, was FRApedia also als "Lobbyismus" suggeriert, stellt de facto Freundschaft und Sympathie als unlauter dar und an den Pranger. Möchten Sie, dass Freundschaften in Zukunft justitiabel werden? Ich nicht!

Wenn die FRApedia Autorin A.Kollotai (finden Sie nicht auch interessant, dass da jemand bis hin zur Urheberrechtsverletzung eines Fotos das offene Visier scheut?) ihr "Lobbyismus-Konstrukt" übrigens logisch zu Ende durchdekliniert hätte, hätte sie bemerken müssen, dass es in Frankfurt noch gar kein Badeschiff gibt. Und dass Penthesilea jetzt beklagt, dass auf diesem Blog "hektische Betriebsamkeit" herrsche, liegt in der Natur des Internets und des Bloggings. Oder möchte FRApedia mir vorschreiben, was ich publizieren darf und was nicht? Das fände ich recht putzig :-).

Was bedeutet das jetzt alles für das "Frankfurter Badeschiff" und die Verschwörungsgirlanden, die FRApedia um diese Idee rankt? Dass die "Lobby-Arbeit" einer Handvoll Sozialdemokraten so folgenlos ist wie der berühmte Sack Reis? Weil sie es in acht Jahren nicht schaffen, eine Million Euro für "so einen läppischen Kahn" zu akquirieren? Oder bedeutet das stringent zu Ende gedacht nichts anderes, als dass sich Michael Boddenberg (CDU), der als Staatsminister der schwarz-gelben Landesregierung bis zur Entscheidung in Leipzig erbittert gegen das Nachtflugverbot geklagt hat, nun entspannt zurücklehnen kann und seine Hände aufgrund solcher "Lobbyismus-Theorien" einfach in den Schoß legen darf?

Um FRApedia und der Bürgerinitiative Sachsenhausen in Zukunft die Recherche-Arbeit zu erleichtern, folgender Vorschlag: Abonnieren Sie mein Facebook-Profil. Dann erhalten Sie täglich einen aktuellen Statusreport und Frau Kollotai oder Penthesilia müssens sich in FRApedia nicht mehr so viele Arbeit mit dem Abgleich der ganzen Versionen machen, mit wem ich wann wo mit wem im Internet über was kommuniziere.

Ach ja, und bitte nicht alles glauben, was FRApedia schreibt. Was z.B. über die Abstimmung zum Flughafenausbau im Januar 2012 in der SPD Sachsenhausen erzählt wird. Die Abstimmung war a) spd-intern und b) auf Antrag der Flughafenausbaugegner im Ortsverein sogar geheim. Ich hätte gar nichts zu verbergen gehabt, bin aber erstaunt, dass FRApedia heute weiß, wie die geheime Abstimmung damals ausgegangen ist. Eine Abstimmung, an der Herr Dr. Gwechenberger übrigens - so viel Ehrlichkeit muss sein - aus terminlichen Gründen nicht teilgenommen hat. Auch wenn FRApedia das jetzt behauptet.

Fakt ist: Nicht hinter jedem Badeschiff verbirgt sich gleich ein Flugzeugträger. Auch wenn FRApedia das jetzt erstmal so konstruiert. Nur, ich befürchte, wer solche "Theorien" (darf man dazu schon Lügen sagen) in die weite Welt des Internets setzt, darf sich nicht wundern, dass dadurch auch die Glaubwürdigkeit und das berechtigte Anliegen der Flughafenausbaugegner massiv diskreditiert wird. (Sagte ich nicht bereits, dass sich Herr Boddenberg darüber freuen wird?)  

Um die Geschichte - auch für die Badeschiff-Fans - für heute abzuschließen: Wollen Sie wirklich wissen, warum es am Main immer noch kein Badeschiff gibt? Weil die Idee, das sagte mir einmal ein Freidemokrat ganz offen und ehrlich, von einer Sozialdemokratin "geboren" wurde. Und genau deshalb darf es das in Frankfurt nicht geben. Das hatte er allerdings vor der Wahl von Peter Feldmann (SPD) zum Oberbürgermeister von Frankfurt geäußert. Und da sich die Welt manchmal ändert, stimmt mich das für die Zukunft "meines" Badeschiffes durchaus optimistisch.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Tursky-Hartmann

Freitag, November 30, 2012

Der schönste Abschied aller Zeiten


EINLADUNG ZUR FINISSAGE AM 9. DEZEMBER 2012

Liebe Freunde, liebe Freunde der Kunst, liebe Freunde der kunsTräume

Nach acht guten und erfolgreichen Jahren im Mit- und Füreinander bricht nun bald ein neues Kapitel an. Die kunsTräume werden renoviert. In unserer Galerie werden demnächst Staub, Lärm und Presslufthämmer den Ton angeben. Alles hat seine Zeit und auch wenn wir nun in Kürze nicht mehr hier sein werden, so möchten wir doch dankbar zurückblicken.

Am 09. Dezember ist es dann so weit. An einem ansonsten ganz normal geöffneten Sonntag (14-18 Uhr) geht es ab 19:00 Uhr auf die Zielgerade: bei heißem Glühwein und mit den ausstellenden Künstlern, guter Musik von Karen A. Tepperis, und literarischen Beiträgen von:

Dr. Martin Rupps (Dokumentarautor)
Petra Tursky-Hartmann (Krimiautorin)
Gerda Jäger (Lyrikerin)
Reinhold Neef (Psychologe und Autor)

erleben wir einen unvergesslichen Abend - den letzten in vollständiger Besetzung.

Paul Ching Bor, Bruno Griesel und Takako Nakamura gehen ab dem 10. Dezember in neue Ausstellungen. Ornella Fieres, Christine Schäfer, Susanne Schäfer, Rainer Raczinski, und ich bleiben bis inklusive 19. Dezember weiterhin zu den üblichen Öffnungszeiten (Mittwoch und Sonntag 14 bis 18 Uhr) in den kunsTräumen.

In Erwartung Ihres zahlreichen Kommens verbleibe ich mit den herzlichsten Grüßen

Ihre Gabriele von Lutzau

Was?
Finnisage der kunsTräume, zum Zurück- und Vorrausblicken (Gabriele von Lutzau, Christine Schäfer, Takako Nakamura, Bruno Griesel, Ornella Fieres, Paul Ching Bor, Rainer Raczinski, Susanne Schäfer)

Wer? Gabriele von Lutzau, Christine und Susanne Schäfer, Takako Nakamura, Ornella Fieres, Rainer Raczinski gemeinsam mit Karen A. Tepperis, Martin Rupps, Petra Tursky-Hartmann, Gerda Jäger, Reinhold Neef

Wo? Galerie kunsTräume, Guiollettstraße 54, 60325 Frankfurt am Main

Alle Infos zu den KunsTräumen II und Gabriele von Lutzau

Dienstag, November 20, 2012

Gießener Anzeiger: Krimifreund Krieb begrüßt Autorin Hanna Hartmann (20.11.2012)

20.11.2012 - LINDEN

(ee). Vor der Kulisse des größten Frankfurter Lichtspektakels, der Luminale, spielt der zweite Frankfurt-Krimi „Tod im Licht der Luminale“. Die Autorin, die Frankfurter SPD-Politikerin Petra Tursky-Hartmann, die unter dem Pseudonym Hanna Hartmann schreibt, war auf Einladung der Lindener Genossen zur Lesung gekommen. Hier wurde sie vom Krimiliebhaber, dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Dr. Steffen Krieb, begrüßt. „Es gibt eigentlich keinen schöneren Tag für eine Autorenlesung als diesen“, freute sich Krieb in seiner Begrüßung in Anbetracht der dunstig-nebligen Wetterlage. Bevor die 52-Jährige die rund 40 Zuhörer mit zu den Ermittlungen der Frankfurter Kommissarin Edith Tannhäuser nahm, gab sie einige Erläuterungen zum Hauptschauplatz ihres zweiten, im März erschienenen Frankfurt-Krimis, dem Glauburgbunker, und ging auch auf ihre Person ein. Die in Frankfurt-Sachsenhausen lebende Mutter von zwei Söhnen arbeitet seit September 2006 als Parlamentarische Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Internet und Medienpolitik für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag in Wiesbaden. Natürlich machte sie auch ein wenig Werbung für den Bürgermeisterkandidaten, der sich bereits in seiner Doktorarbeit mit der Frage nach der Lösung von politischen Konflikten, allerdings im Mittelalter, auseinandergesetzt habe. Das prädestiniere ihn für das Amt eines Bürgermeisters.

 „Tod im Licht der Luminale - Ein Frankfurt-Krimi“ (ISBN 978-3-942921-47-3), Societäts-Verlag.

Samstag, November 17, 2012

Kriminachmittag in Linden mit Dr. Steffen Krieb

Dr. Steffen Krieb, Historiker und Bürgermeisterkandidat in Linden
 
Das Team von Steffen, gute Stimmung in Linden
 

Samstag, November 10, 2012

Krimilesung mit Dr. Steffen Krieb in Linden

 
Liebe Bürgerinnnen, liebe Bürger,
 
ich lade Sie recht herzlich ein, zu einer Lesung mit der Frankfurter Autorin Hanna Hartmann. Hanna Hartmann wird aus ihrem zweiten Kriminalroman „Tod im Licht der Luminale - Ein Frankfurt-Krimi“ (Societäts-Verlag 2012) lesen.
 
Zum Inhalt: Stefan Weber und Edith Tannhäuser, Kommissare der Kripo Frankfurt, ermitteln in einem undurchsichtigen Fall. Der neue Eigentümer eines ehemaligen Luftschutzbunkers im Frankfurter Nordend wird bedroht,nimmt dies aber nicht sonderlich ernst. Die Vorbereitungen zur Luminale, dem jährlichen Lichtkunstspektakel in der Mainmetropole, sind in vollem Gange, da nimmt das Verhängnis seinen unabänderlichen Lauf.
 
Hanna Hartmann liefert mit ihrem zweiten Frankfurt-Krimi einen spannenden Thriller ab, der die Stadt in alle ihren Facetten zeigt. Einmal begonnen, verstrickt das Buch Sie immer tiefer in die dunklen Abgründe der Stadt. City, so die Kritik.
 
Die Veranstaltung findet statt, am Samstag, den 17. November 2012 ab 15.30 Uhr in der Gaststätte Lindener Hof (Moltkestraße 27-29, Großen-Linden).
 
Sie sind herzlich eingeladen, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen Hanna Hartmann zu lauschen! Der Eintritt ist natürlich frei!
 

Freitag, November 09, 2012

Krimilesung in Oberrad am 14. November

 
 
Was verbindet die Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt, die Automobilzuliefererfirma Alfred Teves und die Kreditanstalt für Wiederaufbau miteinander?
Wenn Sie mehr über diese Zusammenhänge wissen möchten und in einen Teil der Geschichte von Frankfurt näher eintauchen möchten, dann laden wir Sie ein

am Mittwoch, den 14. November 2012, 19.00 Uhr
ins Kolleg der Gaststätte „Zum Hirsch“, Offenbacher Landstraße 289
 
Aus ihrem Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale" liest die Autorin Hanna Hartmann (Petra Tursky-Hartmann) und berichtet über Fakten und Hintergründe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch
 
Rosita Jany (Vorsitzende SPD Oberrad)
 

Mittwoch, Oktober 31, 2012

ZDF: Berliner Gruselkabinett sucht Erschrecker

Vollzeiterschrecker in Berliner Gruselbunker gesucht. Reportage im ZDF über das Berliner Gruselkabinett. Für alle, die sich ein Bild machen wollen, wo Edith Tannhäuser aus "Tod im Licht der Luminale" in Berlin ermittelt.

Zum Video: ZDF: Berliner Gruselkabinett sucht Erschrecker

Mittwoch, Oktober 24, 2012

Ein offener Brief auf die BI-Nachrichten "Die SPD: Ein "hoffnungsloser Fall"?

Berliner Badeschiff


Sehr geehrter Herr Dörfel,
sehr geehrte Frau Fechter,
Sehr geehrter Herr Hartmann,
sehr geehrte Damen und Herren der BI-Nachrichten,

mit Erstaunen habe ich Ihre Pressemeldung „Die SPD, ein hoffnungsloser Fall“ zur Kenntnis genommen. Schade, dass Sie die Mitglieder des Badeschiff-Vereins nicht einfach eingeladen haben, um offen und ehrlich darüber zu sprechen, wie es um die „charmante Idee“ des Frankfurter Badeschiffs de facto bestellt ist. Mich verwundert es, da die Flughafenausbaugegner bislang für das Badeschiff votiert haben, z.B. mit einem eigenen Antrag (Nr. 533 vom 16. Juli 2007). Der Magistrat der Stadt Frankfurt hält übrigens aufgrund dieses Antrags vier Standorte in Frankfurt (Theodor-Stern-Kai, Molenkopf Westhafen, Ruhrorter Werft und Molenkopf Osthafen) für die Einrichtung eines Badeschiffs für geeignet (B 43 vom 25. Januar 2008).

Ich bin seit der Eröffnung des Berliner Badeschiffs im Jahr 2004 zutiefst überzeugt, dass ein solches Projekt städtebaupolitisch ein Gewinn für Frankfurt ist. Frankfurt würde damit an seine populäre Sportpolitik in der Weimarer Republik anknüpfen, als die Stadt 1922 nicht nur das Stadionbad plante, sondern auch sechzehn Badeanstalten im Main für die Frankfurter Bevölkerung eröffnete. Das „Flaggschiff“ war die private Moslersche Badeanstalt mit über 600 Metern Länge im damaligen "Nizza", das weit über Frankfurt hinaus bekannt war. Ich verstehe ein Badeschiff jedoch nicht nur als historisches Projekt - wie den Wiederaufbau der Altstadt -, sondern als Signal, dass wir es mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie am Main ernst meinen. In Wien und Kopenhagen sind Badeschiffe mit deutlicher Zustimmung der Bevölkerung und Finanzierung durch die öffentliche Hand realisiert worden. Nichts anderes will der Verein „Frankfurter Badeschiff“ seit seiner Gründung. Wir fordern einen fairen, transparenten und ergebnisoffenen Architektenwettbewerb. Wobei ich persönlich nie einen Hehl daraus gemacht habe, dass ich das Modell des Berliner Badeschiffs des Architekten Gil Wilk favorisiere, weil es seit acht Jahren, Sommer wie Winter, ohne technische Probleme in der Spree „schwimmt“.

Da es sowohl in der Frankfurter SPD (erst zur Kommunalwahl 2011 wurde das Badeschiff formal als Zukunftsprojekt von einem SPD-Unterbezirksparteitag in unserem Programm beschlossen) als auch bei Schwarz-Grün (Herr Becker und Herr Cunitz halten bis heute unbeirrt an der Forderung nach einem privaten Investor fest!) erhebliche Widerstände gegen das Projekt gab, habe ich mit Freunden den Weg über die Vereinsgründung gewählt. Dafür habe ich Menschen gefragt, mit denen ich nicht nur politisch zusammenarbeite, sondern teilweise seit meinem Eintritt 1994 in die SPD auch befreundet bin. Möchten Sie, dass Freundschaften in Zukunft justitiabel werden?

Wenn Sie Ihre „Beobachtungen“ übrigens logisch zu Ende durch dekliniert hätten, hätten Sie bemerken müssen, dass es in Frankfurt noch gar kein Badeschiff gibt. Bedeutet das jetzt, dass die „Lobby-Arbeit“ einer Handvoll Sozialdemokraten so folgenlos ist, dass sie es noch nicht mal schaffen, eine Million Euro für "so einen Kahn“ zu akquirieren? Oder bedeutet das, was Sie in Ihren BI-Nachrichten jetzt so fröhlich als "Win-Win-Situation" zusammenzimmern, dass sich Michael Boddenberg (CDU), der als Staatsminister der schwarz-gelben Landesregierung bis zur Entscheidung in Leipzig erbittert gegen das Nachtflugverbot geklagt hat, nun entspannt zurücklehnen kann und die Hände ob Ihrer "Lobby-Theorie" reiben darf? Um Ihnen in Zukunft Ihre Recherche-Arbeit zu erleichtern ein Vorschlag zur Güte: Abonnieren Sie doch einfach mein Facebook-Profil. Dann erhalten Sie täglich einen aktuellen Statusreport und müssen sich für Ihre BI-Nachrichten keine Geschichten, mit wem ich wann wo über was kommuniziere, mehr ausdenken.

Um die Geschichte für heute abzuschließen: Wissen Sie übrigens, warum es am Main immer noch kein Badeschiff gibt? Weil die Idee, das sagte mir einmal ein Freidemokrat ganz offen und ehrlich, von einer Sozialdemokratin „geboren“ wurde. Und genau deshalb darf es das in Frankfurt nicht geben. Das hat er allerdings vor der Wahl von Peter Feldmann (SPD) zum Oberbürgermeister von Frankfurt geäußert. Was mich für die Zukunft "meines" Badeschiffes durchaus optimistisch stimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Tursky-Hartmann

Donnerstag, Oktober 11, 2012

Montag, Oktober 08, 2012

AWO Sachsenhausen lädt ein zum Kaffeenachmittag mit Lesung

Arbeiterwohlfahrt

Ortsverein Sachsenhausen

Einladung





Aus ihrem Frankfurt-Krimi
 Tod im Licht der Luminale
liest die Autorin
Hanna Hartmann(Petra Tursky-Hartmann)
und berichtet über Fakten und Hintergründe.
 Samstag, 13. Oktober 2012, 15.00 Uhr
Begegnungsstätte Riedhof, Mörfelder Landstr. 212
(mit Straßenbahnlinie 14 oder Bus 61 bis Haltestelle Beuthenerstraße)
 
Gäste sind herzlich willkommen!
 
AWO Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Frankfurt Sachsenhausen
Otti Altmann: Telefon + Fax: 069-618744, E-Mail: ottilia.altmann@awo-frankfurt.de
Bankverbindung: Frankfurter Sparkasse von 1822, Kto. 398640, BLZ 50050201

Donnerstag, Oktober 04, 2012

FNP: Tod im Licht der Luminale (04.10.2012)

Sachsenhausen. Aus ihrem Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale" liest Autorin Hanna Hartmann (Petra Tursky Hartmann) am Samstag, 13. Oktober, in der Begegnungsstätte Riedhof, Mörfelder Landstraße 212. Los geht’s um 15 Uhr. Hartmann berichtet auch über Fakten und Hintergründe zu ihrem Roman. Veranstaltet wird die Lesung von der Arbeiterwohlfahrt Sachsenhausen, die dazu Kaffee und Kuchen serviert. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, nimmt am besten die Straßenbahnlinie 14 oder den Bus 61 bis zur Haltestelle Beuthener Straße.red (red)

Donnerstag, September 20, 2012

Lesung für die Schwusos in der Explora




Lesung für die Schwusos "Tod im Licht der Luminale"


Lesung: Tod im Licht der Luminale
SPD-"Schwusos"laden zur Lesung mit der Autorin Hanna Hartmann

Zur Lesung mit der Krimi-Autorin Hanna Hartmann laden die "Schwusos" der SPD Hessen-Süd am 20.09., 19:30 Uhr, in den „Tatort“ des Buches ein, dem Explora-Museum im Glauburgbunker, Glauburgplatz 1. Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD, die sich für die vollständige Gleichstellung von Schwulen und Lesben einsetzt, will mit dieser Lesung einen unterhaltsamen Akzent in ihrem politischen Kalender setzen und zukünftig – neben dem turnusmäßigen Stammtisch jeden 3. Donnerstag im Monat auch zu kulturellen Veranstaltungen einladen. Der Eintrittspreis beträgt  13,- Euro inklusive Buch und Eintritt ins Museum. Wer das Buch schon hat oder darauf verzichtet, ist mit einem reduzierten Eintrittspreis von 5 Euro dabei. Interessierte sind herzlich willkommen. 
Ansprechpartner: Thomas Erhart, Stellv. Bezirksvorsitzender Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule, Tel. 0177 3051 376, E-Mail: sopade@erhart-ffm.de

Über das Buch: „Tod im Licht der Luminale“
Hanna Hartmann verstrickt in ihrem zweiten Frankfurt-Krimi „Tod im Licht der Luminale“ elf unterschiedliche Charaktere in ein filigranes Netz aus Lügen, Verrat, Mord und Intrigen, das nicht nur von den Spuren des NS-Regimes, sondern auch von der Kehrseite unserer heutigen, globalisierten Gesellschaft überschattet wird. Während die Kommissare Edith Tannhäuser und Stefan Weber noch gegen den unbekannten Verfasser von Drohbriefen ermitteln, beschließt der junge Daniel einem alten Mann bei der Suche nach dessen verlorener Liebe und einem geheimen Tresor zu helfen. Die Spuren führen in die undurchdringlichen Kellergewölbe des Glauburgbunkers. Doch nach dem bestialischen Mord am Museumsdirektor überschlagen sich die Ereignisse: Daniel wird Zeuge einer Verschwörung und verschwindet darauf spurlos in den Tiefen des Bunkers. Der schwule Max, ein Bekannter von Daniel, gerät unter dringenden Mordverdacht, da ihn eine düstere Vergangenheit mit dem Museumschef Stiefenhagen verbindet. Und selbst die Angestellten des Explora Museums scheinen ihr eigenes, dunkles Geheimnis zu hüten.“

Dienstag, August 21, 2012

Dagmar Günther: Rasant in den Tod



Vorwärts-Buchtipp: Hanna Hartmann: "Tod im Licht der Luminale"

von Dagmar Günther, Redakteurin und Chefin vom Dienst des vorwärts

Obskure Morddrohungen am Vorabend der Frankfurter Lichterschau Luminale, eine Leiche auf der Dachterrasse des Glauburgbunkers: Auf die Biennale des Lichts fällt ein Schatten. Der neue Krimi von Hanna Hartmann ist rasant wie eine Achterbahnfahrt.

Freitagnachmittags, kurz vor Feierabend stürzt Lydia Stiefenhagen ins Frankfurter Polizei-Büro. Sie berichtet von Drohbriefen an ihren Gatten, den Chef des Explora-Museums. Kommissarin Edith Tannhäuser winkt ab. Als ob es nicht aufregend genug ist, dass sie am Wochenende ihren Exfreund Wolfgang in Berlin wiedersehen würde. Da fehlt ihr diese hektische Frau gerade noch. Doch ihr Kollege Stefan Weber ist von der „wasserstoffblonden Blondine“ begeistert. Er überredet Edith, die viel lieber zum Friseur gegangen wäre, zu einem Besuch des im Glauburgbunker angesiedelten Museums. Schließlich soll dieses bei der bevorstehenden Lichterschau Luminale eine besondere Rolle spielen. Man müsse sich die obskuren Briefe doch wenigstens mal ansehen.

Verwirrt

Museumschef Gerhard O. Stiefenhagen entpuppt sich als durchweg unsympathisch. Seine Frau sei hysterisch und genauso wenig ernst zu nehmen wie die „komischen Drohbriefe“, wiegelt er ab. Die Kommissarin provoziert er, wo er nur kann. Während Lydia immer noch lächelt, ist Edith stinksauer. „Was dieser Mann sich in der letzten halben Stunde ihr gegenüber herausgenommen hatte, war eine unglaubliche Frechheit.“ Der liebt nur sich und seine Explora, denkt sie. Und ist froh, dass der Vorfall vorerst geklärt scheint. Endlich kann sie ins Wochenende gehen.
Doch weit gefehlt: Ein paar Stunden später ist Stiefenhagen tot. Brutal zugerichtet wird er auf der Dachterrasse des Glauburgbunkers gefunden. Jemand hat ihn ausgerechnet an das großes Windrad genagelt, das der Clou der Luminale werden sollte.

Verdächtigt

Stefan Weber startet mit den Ermittlungen. An Tatverdächtigen mangelt es nicht: Stiefenhagens Ehefrau zum Beispiel. So wie ihr Ehemann sie behandelte, hatte sie allen Grund, ihn loswerden zu wollen. Ihr Liebhaber, der Projektleiter der Luminale Arthur von Schwanenwede, hätte ebenfalls zahlreiche Motive. Und dann sind da noch der alte Stanislaus Schlosser, der 1942 im Glauburgbunker, der „bombensicheren“ Anlage für den Zivilschutz, seine große Liebe verlor oder der schwule Max Wiatrowsky, der die Biennale des Lichts als Fotograf begleiten darf. Er kennt Stiefenhagen aus Berliner Zeiten und ist sich sicher, dass der damals seinen Freund Oliver in den Tod getrieben hat. Auch die Mitglieder des Karnevalvereins, der früher seinen Sitz im Bunker hatte, und verschiedene vom Lärm der Baumaßnahmen genervte Anwohner kommen infrage.
Der Kommissar informiert Edith, die ihn von Berlin aus tatkräftig unterstützt. Was die beiden über Stiefenhagen, die Explora und den Glauburgbunker herausfinden, lässt sie erschaudern.

Verrückt

Ihre Krimis lesen ist wie Achterbahnfahren. Die in der SPD Hessen engagierte Journalistin und Autorin Petra Tursky-Hartmann, alias Hanna Hartmann, versteht ihr Handwerk. Mehr als einmal steht der Leser vor dem Abgrund, meint endlich zu begreifen und versteht doch gar nichts. In kurzen Kapiteln feuert die Autorin Blitze wie Licht ins Dunkel. Doch die Erleuchtung folgt nicht.

Da heißt es, das Ende abzuwarten. Und dabei erfährt der Leser noch jede Menge Wissenswertes: über die Frankfurts Historie im Allgemeinen und die seiner Luftschutzbunker, vor allem die des Glauburgbunkers im Besonderen, über Twitter-Wall und mit einer Vertical-Axis-Turbine betriebene Windräder. Bis schließlich auch diese verrückte Achterbahnfahrt vorbei und der Fall gelöst ist. Ein rasanter Sommerkrimi. Nachschub erwünscht!

Hanna Hartmann: Tod im Licht der Luminale. Ein Frankfurt-Krimi, Societäts Verlag, Frankfurt 2012, 244 Seiten, 12,80 Euro, ISBN 978-3-942921-47-3

Montag, August 20, 2012

Rezension von Sylvia Gerlich-Raabe

Sylvia Gerlich-Raabe
Foto: Alexander Englert
"Was Hanna Hartmann in ihrem 1. Roman "Darling" noch im tiefen Dunkel von Kanalisation und Es ließ, zieht sie nun für uns ans Licht. In Luminale erfahren wir, daß Edith Tannhäuser durchaus FRAU ist, daß Frankfurt auch an der sichtbaren Oberfläche zu Abgründen neigt, daß wir alle uns leicht täuschen lassen, und alle das Zeug zum Opfer und zum Täter haben."

Sylvia Gerlich-Raabe ist Leiterin der Gruppe "DAS THEATERgerlichraabe" und Psychologische Beraterin. DAS THEATERgerlichraabe bietet klassisches Theater und Schauspielunterricht in Frankfurt.

Freitag, Juli 27, 2012

Rezension von Alf Meyer: "Tiefenbohrung" (Strandgut 08/2012)

TIEFENBOHRUNG
Hanna Hartmanns »Tod im Licht der Luminale«

eine Rezension von Alf Meyer*

Strandgut (Ausgabe 08/2012) in der Krimi-Kolumne "Blutige Ernte"

»Mögen Sie den Song ›Crazy‹?«, wird Kommissarin Edith Tannhäuser im Frankfurt-Krimi »Tod im Licht der Luminale« kurz vor Romanende gefragt. »Die Stadt ist schon verrückt genug«, antwortet sie. Wer die 243 Seiten gelesen hat, kann dem eigentlich nur zustimmen. Edith ist das Alter ego der Frankfurter Autorin Hanna Hartmann. Nach ihrem Erstling »Darling«, der mit scharfer Feder ein wenig bekanntes, modernes Frankfurt-Bild zeichnete, hat sie sich zwei Jahre Zeit gelassen, hat recherchiert – und ist dabei auf interessante Weise fündig geworden. Viele der Informationen und Hintergründe in ihrem neuen Roman werden für die allermeisten Leser eine echte Überraschung sein.

Gemeint sind damit nicht nur historische Anekdoten wie etwa die des Unternehmers Alfred Teves, der noch lange nach 1933 seine jüdischen Mitarbeiter beschützte und beim 30-jährigen Firmenjubiläum seiner Automobilzulieferfirma ATE die Honoratioren der Stadt Frankfurt im Namen »August Hitlers« begrüßte, weil ihm der Wind sein Manuskript weggeweht und er ein schlechtes Namensgedächtnis hatte. 1936 war so etwas ein unglaublicher Affront gegen die an die Macht gekommenen Nazis, nur die Einstufung seiner Fabriken als »kriegswichtig« bewahrte Teves vor Sanktionen.


Der Buchtitel bezieht sich auf das alle zwei Jahre stattfindende Licht-Festival, das mit über 160 Veranstaltungen und Lichtereignissen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet zu den bedeutendsten Architektur- & Designfestivals in Europa gehört. Einer der Orte der Luminale hat es der Autorin – und dies ist eine die Qualität ihrer Tiefenbohrung nur unzureichend wiedergebende Formulierung – besonders angetan. Es ist der Glauburgbunker im Frankfurter Nordend. Dieser, vielen Einheimischen vermutlich unbekannte Ort beherbergt seit einigen Jahren das Explora-Museum, aufgebaut von den Privatleuten Gerhard O. Stief und Ines Martini. Die weltweit ziemlich einzigartige Sammlung optischer Täuschungen, Wahrnehmungsexperimente und -kunst umfaßt Stereofotografien, 3D-Anaglyphen, Prismen, Holografien, Anamorphosen, Vexierbilder und unmögliche Figuren. Auch Kinder können vielfältige Entdeckungen machen. Es ist, da ja die eigene Wahrnehmung gefordert wird, ein rundum interaktives Museum. Stief kaufte das inzwischen hochwertig renovierte Gebäude, als es 1995 vom Bundesvermögensamt aus der Zivilschutzbindung genommen wurde. Es gibt Tagungsräume und allerlei Fazilitäten sowie eine Dachterrasse mit wunderbarem Ausblick auf Frankfurt und den Taunus aus einer ungewohnten Perspektive.

Petra Tursky-Hartmann (so ihr bürgerlicher Name und als SPD-Aktivistin gar manchem bekannt) durfte sich in dem Hochbunker gründlich umsehen, und augenzwinkernd erlaubte ihr der Museums-Chef auch, ihn als Fiesling darzustellen und als gräßlich zugerichtetes Mordopfer zu drapieren. Die Aufklärung des Falles bringt die ermittelnden Polizisten zurück in die Vergangenheit. Und hier zeigt sich, auf welche Goldmine Hanna Hartmann mit dem Glauburgbunker gestoßen ist.
Der Stahlbeton war damals technologisch das Nonplusultra, die Außenwände zwei Meter fünfzehn dick, der oben mit normalen »deutschen« Hausdächern und Kaminen getarnte Koloß galt als absolut bombensicher, deutsche Wertarbeit zuzusagen. 1938 für den Zivilschutz geplant, wurde der Bunker im Sommer 1942 fertiggestellt, bevor die ersten Luftangriffe auf Frankfurt geflogen wurden. Mindestens 1.200 Menschen sollten in den 50 als »giftgassicher« eingestuften Räumen Zuflucht finden, insgesamt gab es 38 solch ähnlicher Bunkeranlagen im Stadtgebiet für die damals knapp 550.00 Frankfurter. 

Nach Kriegsende diente er zunächst als Unterkunft für Flüchtlinge, dann wurde er wieder zum Pfandhaus und knüpfte so an ein Stück schändlicher Stadtgeschichte an. Denn im Bunker befand sich ein ominöser gewaltiger Tresor. Dieser gehörte der Städtischen Darlehensanstalt, die während der Nazi-Zeit die offizielle Ankaufsstelle für Juwelen und Edelmetalle von Juden war. Alleine bis Mai 1939 wurden aus dem Stadtgebiet rund 10.000 Ablieferungen verzeichnet.

Unglaublich viele Menschen waren daran beteiligt, sich an der Not der Juden zu bereichern. Der Hausrat der Bewohner einer mittleren Kleinstadt, alles von der Gestapo beschlagnahmter jüdischer Besitz, kam in Frankfurt öffentlich unter den Hammer. All diese Versteigerungstermine wurden von den Frankfurter Gerichtsvollziehern öffentlich bekannt gemacht. Und die Frankfurter gingen hin, um Schnäppchen zu machen. Davon aber etwas gewußt haben wollte später dann niemand. Ein gewisser Dr. Holzinger zum Beispiel tat sich bei der Überprüfung beschlagnahmten jüdischen Kunstbesitzes hervor, und nach 1945 beauftragten ausgerechnet ihn die Amerikaner als Direktor der Museen in Großhessen mit der Rückerstattung der Museumsstücke, an deren Aneignung er während der NS-Zeit vermutlich nicht unwesentlich Anteil gehabt hat.

Nach dem Krieg bezog die erste Frankfurter Bank, die Frankfurter Kredit- und Darlehensanstalt, im Glauburgbunker Domizil, später vermietete die Stadt das Bauwerk an eine Landsmannschaft, dann an einen Getränkehandel, in der 60ern hatte der Karnevalsclub »Die Nordendler« hier seine Klubräume, 1995 kaufte Gerhard O. Stief den teils mit Tonnen Taubenmist gefüllten Betonklotz und fing an, sein Explora-Museum aufzubauen.

So bietet dieser Kriminalroman nicht nur eine Mordermittlung, ein wichtiges Stück Zeitgeschichte wird aufgerollt, klug ergänzt durch eine Dienstreise der Kommissarin Tannhäuser nach Berlin, wo sie die Initiative »Lost Places« kennenlernt. Solch einen verlorenen Ort hat die Autorin im Nordend entdeckt und macht ihn uns mit diesem Buch zugänglich. Davor ziehe ich den Hut.




Hanna Hartmann:
Tod im Licht der Luminale
Societäts-Verlag 2012,
244 Seiten. 12,80 Euro.
www.exploramuseum.de
Glauburgplatz 1, 60318 Frankfur
* Alf Mayer, Jahrgang 1952, freier Journalist, Bad Soden/Ts. Filmredakteur MEDIUM, Kultur bei Lufthansa und IG Metall, Direktor der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW). Krimi-Kolumne "Blutige Ernte" im Frankfurter "Strandgut" und bei www.glanzundelend.de. War mit Krähenbuch-Verleger Karl Anders befreundet, notierte und puzzelte dessen Lebensgeschichte als "Mann der uns Chandler und Hammett brachte". Dazu im Winter 2007 im Literaturhaus Frankfurt eine Ausstellung mit schönem Katalog: „anders denken. Krähen-Krimis und Zeitprobleme: der Nest-Verlag von Karl Anders„ mit rund 1000 Abbildungen, darunter alle Krähen-Krimis.

Sonntag, Juli 22, 2012

HR: Verborgene Orte - Klärwerk Niederrad

Das 150 Jahre alte Klärwerk in Frankfurt-Niederrad liegt direkt am Main. Die Abwässer fließen noch heute in den Fluß, allerdings werden sie im Gegensatz zu früher geklärt. (Verborgene Orte in der Hessenschau vom 22.07.2012)

Der Frankfurt-Krimi "Darling" spielt im historischen Klärwerk

Mittwoch, Juli 18, 2012

Journal Frankfurt: Mafiöses im Adlib

Doppellesung beim 27up Skylineclub

Auf der Terrasse des 27up Skylineclubs wird es am 20. Juli mafiös. Dann liest Claudio M. Mancini aus seinem neuen Roman "La Nera". Obendrein gibt es noch Auszüge aus Hanna Hartmanns Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale".

Doppelt hält besser, dachten sich wohl auch die Macher des 27up Clubs und luden zur kommenden Veranstaltung im Adlib gleich zwei Autoren zu einer Doppellesung ein. Der Star-Gast des Abends ist Claudio Michele Mancini (Foto), der mit "La Nera" seine neueste Erzählung aus der "ehrenwerten Gesellschaft" der sizilianischen Mafia vorlegt. Hauptprotagonistin des Romans ist die junge Sophia, die - aus einfachen Verhältnissen stammend - mit dem schwerreichen Unternehmer Giulio Saviani einen vermeintlich guten Fang gemacht hat. Doch langsam dämmert ihr, dass ihr Neu-Ehemann bis zum Hals in Mafia-Geschäfte verwickelt ist.Die Lesung Mancinis wird begleitet mit stimmigen filmischen Sequenzen und Bildern.

Von der Dachterrasse des Adlib in der Schwedler Straße 8 sorgt der Blick über die nächtliche Skyline für zusätzliches, beeindruckendes Ambiente. Und damit die Spannung noch weiter steigt, liest im Vorfeld auch noch die hiesige Autorin Hanna Hartmann aus ihrem Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale". Von 22.30 bis 23.45 Uhr kommen Krimi-Fans für fünf Euro also voll auf ihre Kosten.

Und natürlich kommt beim beim 27up Skyline Club auch das Feiern nicht zu kurz: bis 4 Uhr kann bei Soul, House und Dance-Classics mit DJ Da Silva zur Entspannung das Tanzbein geschwungen werden. Der 27up Club ist für Gäste ab 27 Jahren offen. Der Eintritt ins Adlib in der Schwedler Straße 8 beträgt fünf, ab Mitternacht acht Euro. Einlass ab 22 Uhr. Der Dresscode ist Smart-Casual. Wer möchte kann ein optionales Dinner- & Party Package buchen.

Dienstag, Juli 17, 2012

FNP: Mafia-Lesung im Adlib

Im Adlib wird es mafiös. Star-Gast des Abends am 27. Juli ist Claudio Michele Mancini, der mit "La Nera" seine neueste Erzählung aus der "ehrenwerten Gesellschaft" der sizilianischen Mafia vorlegt. Hauptprotagonistin des Romans ist die junge Sophia, die – aus einfachen Verhältnissen stammend – mit dem schwerreichen Unternehmer Giulio Saviani einen vermeintlich guten Fang gemacht hat. Doch langsam dämmert ihr, dass ihr Neu-Ehemann bis zum Hals in Mafia-Geschäfte verwickelt ist. Die Lesung Mancinis wird begleitet mit stimmigen filmischen Sequenzen und Bildern. Von der Dachterrasse des Adlib in der Schwedlerstraße 8 sorgt der Blick über die nächtliche Skyline für zusätzliches, beeindruckendes Ambiente (ab 22.30 Uhr, 5 Euro). Und damit die Spannung noch weiter steigt, liest auch noch die hiesige Autorin Hanna Hartmann aus ihrem Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale".

Montag, Juli 16, 2012

27up Skylineclub mit Krimi-Doppellesung


mit Claudio Michele Mancini "La Nera" und Hanna Hartmann "Tod im Licht der Luminale"

Freuen Sie auf eine Doppellesung der besonderen Art: Ab 22 Uhr lesen Claudio Michele Mancini aus seinem Bestseller "La Nera" und die Autorin Hanna Hartmann aus ihrem Frankfurt-Krimi "Tod im Licht der Luminale". Mit diesem Krimi-Doppelpack vor der herrlichen Kulisse der Frankfurter Skyline kommt jeder Lesefan auf seine Kosten.

Der 27up Skyline Club @ ADLIB

In der neuesten und stylishsten Location an der Ausgehmeile Hanauer Landstraße findet einmal im Monat der 27up Skyline Club statt - im 8. und 9. Stock des Adlib hat man Aussicht auf die nächtliche Frankfurter Skyline und im Sommer lädt die Dachterrasse zum Relaxen ein. Getanzt wird zu einem ausgesuchten Mix aus unvergessenen Club-Classics der 80er bis 00er Jahre und aktuellen Dance-Charts (House- und Soul), im Wechsel aufgelegt von den besten Club-DJs in Rhein-Main. Drinkspecials bis Mitternacht (halbe Preise oder 2for1 auf ausgewählte Drinks) und eine angenehme Partycrowd ab 27 Jahren sorgen für eine tolle Atmosphäre. Adresse: Adlib, Schwedler Straße 8

Weitere Infos unter www.27upclub.de

Genre: Allgemein
Location: Adlib
Veranstaltungsdatum: 20.7.2012
Teilnahmenschluss: 18.7.2012

Freitag, Juni 08, 2012

Hessentagsradio: Interview "Tod im Licht der Luminale"

Vom 1. bis 10. Juni 2012 sendete das Hessentagsradio täglich live aus dem gläsernen Studio der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) in über UKW 92,0 oder via Internetlivestream unter www.hessentags-radio.de. Am 7. Juni hatte die Redaktion "hessenPORTRAIT" zum Autoren-Live-Interview eingeladen. Der "Radiomacher" Helmuth Müller von RadaR e.V.. interessierte die Wahl der Literaturgattung "Kriminalroman", ob es um tatsächliche Orte und Begebenheiten geht und wie Frankfurt sein (außergewöhnliches) kriminelles Potential zur Geltung bringt.

Donnerstag, Juni 07, 2012

Beim Hessentagsradio in Wetzlar


Vom 1. bis 10. Juni 2012 sendete das Hessentagsradio täglich live aus dem gläsernen Studio am Stand 114 der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) in der Halle 1 der Landesausstellung über UKW 92,0 oder via Internetlivestream unter www.hessentags-radio.de. Neben Nachrichten und Interviews rund um den 52. Hessentag gab es eine Vielzahl an Liveauftritten mit Gästen vor Ort.
Am 7. Juni hatte die Redaktion "hessenPORTRAIT" zum Autoren-Live-Interview eingeladen. Der "Radiomacher" Helmuth Müller ist Mitglied von RadaR e.V. (Radio Darmstadt) und gestaltet Sendungen mit dem Titel „LebensArbeit“ rund um Themen wie Lebensgeschichten, Lebensverläufe und Biographien.

Ihn interessierte, warum meine Wahl auf die Literaturgattung "Kriminalroman" gefallen sei (tja, wer seit 25 Jahren in der "Hauptstadt des Verbrechens" lebt, kommt um das Image der Stadt Frankfurt nicht herum), wo es in "Tod im Licht der Luminale" um tatsächliche Orte und Begebenheiten geht, wie die Stadt ihr (außergewöhnliches) kriminelles Potential zur Geltung bringt und ob das Buch mehr als nur Krimi-Unterhaltung sei.

Die Frankfurter Musikinitiative VirusMusikRadio waren gemeinsam mit der Landesanstalt für Privaten Rundfunk (LPR), den hessischen nichtkommerziellen Lokalradios und ihren ehrenamtlichen Radiomacher/innen für das Veranstaltungsradio vom Hessentag in Wetzlar verantwortlich. Ihr Ziel war, ein informatives, interessantes, nichtkommerzielles und ehrenamtlich gestaltetes Radioprogramm von Hörern für Hörer auf die Beine zu stellen. Das ist den Radiomachern 100prozentig gelungen! Glückwunsch!

Sonntag, April 29, 2012

Spannend wie eine Schatzsuche

Eine Rezension von awosiii bei Amazon
Die Rezension bezieht sich auf: Tod im Licht der Luminale - Ein Frankfurt-Krimi
Kaum hat man den Krimi zu Ende gelesen, möchte man direkt nach Frankfurt aufbrechen und nach den im Glauburgbunker verborgenen Schätzen aus dem Dritten Reich suchen. Und hofft, dass die wertvollen hinweisgebenden Unterlagen aus der Stadtbibliothek doch eventuell nicht im Brand vernichtet wurden. Fest steht: den Bunker gibt es wirklich, den Tresor von KfW auch.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut. Bis zum Schluss ahnt man nicht, wer hinter dem Mord steck ' falls es überhaupt ein Mord war. Potentielle Verdächtige gibt es jedoch mehr als genug, denn der unsympathische Direktor des Bunker-Museums hat sich in seinem Leben viele Feinde gemacht. Kurz vor der Auflösung des Falles nimmt die Geschichte deutlich am Tempo zu und man kann kaum der Versuchung widerstehen, einfach zur nächsten Seite zu blättern.

Die Autorin scheut nicht davor, kontroverse Themen aufzunehmen. Denn auch die Geschichten der Zwangsarbeiter und der Umgang mit den Wertsachen aus den Enteignungen im Dritten Reich gehören zu der Geschichte Frankfurts ' und sind mit der Geschichte des Bunkers verschmolzen.

Der Krimi ist allerdings nicht nur für die Liebhaber der Frankfurt-Krimis interessant. Gleichwohl erfährt der interessierte Leser sehr viel über Berlin, wo die Kommissarin Tannhäuser während ihres (sehr kurzen) Urlaubs unerlaubterweise 'ermittelt'.

Freitag, April 27, 2012

Vorwärts: "Suche nach der Wahrheit"


Debora Weber-Wulff, Professorin und Plagiatsforscherin: „Das Rezept ist einfach, meist reicht etwas IT und ein wenig Gehirnschmalz. Den Rest erledigen die Rechtschreibfehler.“ (Foto: Petra Tursky-Hartmann)
   

Sie heißen „GuttenPlag“ oder „VroniPlag“. Über das Internet wurden mehre Politiker überführt, die bei wissenschaftlichen Arbeiten Plagiate abgeliefert hatten. Über Copyright-Verletzungen ging es bei der Veranstaltung „Fingerabdrücke im Netz“ der Hessischen SPD-Landtagsfraktion.

von Petra Tursky-Hartmann

Der „Tagesspiegel“ hat sie als „Jäger des verlogenen Satzes“ bezeichnet, als die Plagiatsforscher im vergangenen Jahr den CSU-Verteidigungsminister mit ihrem „GuttenPlag“ zu Fall brachten. Um herauszufinden, wie man mit Copyright- und Urheberrechtsverletzungen in der digitalen Welt umgehen muss, welchen Einfluss das Internet auf Wissenschaft, Bildung und Kultur hat, und ob neue Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter bildungsferne Schichten ausgrenzen, hatte die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag unter dem Titel „Fingerabdrücke im Netz – Chancen und Risiken der Transparenz im Internet“ Experten und Medieninteressierte nach Wiesbaden eingeladen.

Gastrednerin Debora Weber-Wulff, Professorin und Plagiatsforscherin an der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft, war außerordentlich dankbar, dass ausgerechnet der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg dieses spannende Thema „aus der Wissenschaft heraus an die Stammtische“ getragen habe. Bei der Plagiatsforschung ginge es jedoch nicht nur um Personen, sondern „um die Werte Dritter“. Das Engagement dieser Experten speise sich aus einer „riesigen Wut, wenn ein Plagiat als Wissenschaft vermarktet und verkauft werde“.

Warnsignal an die Universitäten

Gemeinsames Ziel der Plagiatsforscher vom „GuttenPlag“ und „VroniPlag“ sei „die Suche nach der Wahrheit“. Für ihre umfangreichen Recherchen reiche den Forschern oftmals die Suchmaschine Google. „Das Rezept ist einfach, meist reicht etwas IT und ein wenig Gehirnschmalz. Den Rest erledigen die Rechtschreibfehler.“ Um gezielter nach Plagiaten forschen zu können, forderte Weber-Wulff „Open Access“ für alle Bibliotheken. Open Access bedeute jedoch nicht, dass alles umsonst sei, widersprach ihr Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, in der sich an ihren Vortrag anschließenden Diskussion.

Ein Plagiat, so Weber-Wulff, sei aber auch ein Warnsignal, dass etwas an unseren Universitäten „nicht funktioniere“. Drei Jahre um einen Bachelor-Abschluss zu erreichen, seien einfach zu kurz und die Menge an Studenten, die durch die Hochschulen geschleust werden, einfach zu groß. „Unter diesen ökonomischen Bedingungen“, zog Weber-Wulff ernüchtert Bilanz, „sei es einfach nur logisch, zu plagiieren!“ Hier sei die Politik gefordert, andere Werte zu vermitteln.

Was beliebt ist auch erlaubt?

Dass die IT-Technologie den „Diebstahl geistigen Eigentums“ so einfach ermögliche, sei nicht gleichbedeutend damit, dass geistiges Eigentum keinen Wert habe, wandte Wolfgang Weyand, Vorsitzender des Clusters der Kreativwirtschaft in Hessen (CLUK), ein. Er forderte von der Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag, den Begriff des „geistigen Eigentums“ konsequent zu schützen. Wenn es keinen Unterschied mehr mache, ob man Musik im Netz legal oder illegal erwerbe, bekomme jede Gesellschaft langfristig „ein richtiges Problem“.

Die innenpolitische Sprecherin Nancy Faeser unterstützte seine Forderung, dass auch das geistige Eigentum in unserer Gesellschaft Schutz brauche. „Schülerinnen und Schüler wissen leider oftmals nicht, was online verboten beziehungsweise erlaubt ist“, gab der medienpolitische Sprecher der SPD Michael Siebel am Ende der Debatte zu bedenken. Leider gebe es heute auch eine Elterngeneration, die überhaupt keine Ahnung habe, was alles im Internet passiert.                                       

Freitag, April 20, 2012

FNP: Krimilesung in der Katharinenkirche



20.04.2012 - Krimilesung in der Katharinenkirche zur Luminale

Museumsdirektoren leben zuweilen gefährlich – und wenn sie vor lauter Eitelkeit und Größenwahn die Bodenhaftung verlieren, kommt es schnell zu Morddrohungen. Zwei Krimilesungen von Hanna Hartmann und Gernot Gottwals drehen sich am 20. April in der Katharinenkirche und am 25. April im Archäologischen Museum um die Direktoren Werner Klotzhofer und Gerhard O. Stiefenhagen, die ihren Eifer um Sonderausstellungen mit Ikonen und Lichteffekten teuer bezahlen.

Passend zur Luminale und zur Wasser-Licht-Installation des Künstlers Markus Jordan inszenieren Gottwals und Hartmann am Freitag, 20. April um 19 Uhr die Katharinenkirche als Schauplatz dramatischer Handlungen und Urgewalten: Hartmanns Krimi "Tod im Licht der Luminale" schlägt eine Brücke zum Explora Museum, das bevorzugt mit optischen Effekten spielt und im ehemaligen Glauburgbunker angesiedelt ist. Auf dem Dach des in Umrissen kirchenähnlichen Bollwerks wird Stiefenhagen von seiner dunklen Vergangenheit eingeholt und gerät in den Sog der Verschwörungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Gottwals holt die dunkle, von Plünderungen und Brandschatzungen begleitete Geschichte des revolutionären Russlands an den Main. Sein Krimi "Im Eifer Deines Dieners" um die skandalträchtige Ikone der Heiligen Barbara spielt im Ikonenmuseum, dem Archäologischen Museum und in der Katharinenkirche, die zur Luminale 2008 Schauplatz einer Feuerinstallation war. Der Showdown der Handlung im Karmeliterkloster ist Thema der zweiten Lesung am Mittwoch, 25. April, um 18 Uhr im Archäologischen Museum, wo sich Polizei und Täter einen Wettlauf liefern. (got)

Donnerstag, April 19, 2012

Tod im Licht der Luminale (Fotos)






"Tod im Licht der Luminale"
Buchvorstellung am 19. April 2012 auf der Dachterrasse der Explora

Fotos von Geri "Ich liebe Frankfurt"

Für die Frankfurter Kommissarin Edith Tannhäuser hätte der Tag nicht schlechter beginnen können. Auf ihrem Schreibtisch häuft sich die Arbeit, der nachmittägliche Friseurtermin drängt und in ihr keimt Aufregung wegen ihres anstehenden Wochenendtrips nach Berlin. Obskure Morddrohungen an das Explora-Museum wollen da so gar nicht in ihre Planung passen. Kaum im Frankfurter Nordend angekommen, macht Edith Bekanntschaft mit dem exzentrischen und durchweg unsympathischen Direktor des im Glaubburgbunker angesiedelten Museums. Gerhard O. Stiefenhagen liegen im Prinzip nur zwei Sachen am Herzen: sich selbst und die bevorstehende Luminale, bei der das Museum eine große Rolle spielen soll. Doch plötzlich holt ihn auf dem Dach des umgebauten Luftschutzbunkers seine dunkle Vergangenheit ein.

"Tod im Licht der Luminale" ist ein Kriminalroman, dessen Handlung sich vor der Kulisse des größten Lichtspektakels der Mainmetropole – der Luminale – abspielt. Die Handlung verknüpft geschichtliche als auch fiktionale Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen ihrer Figuren zu einer dramatischen Geschichte voller Verschwörungen, in deren Zentrum Vergangenheit und Gegenwart des Glauburgbunkers stehen.

Autorenvita: Hanna Hartmann (Petra Tursky-Hartmann) wurde 1960 in Bad Kreuznach geboren. Nach dem Studium der Publizistik in Mainz war sie u. a. als Flugbegleiterin bei der Deutschen Lufthansa und als PR-Managerin in der IT-Wirtschaft tätig. Die Mutter von zwei Söhnen lebt heute in Frankfurt-Sachsenhausen und ist eine bekannte SPD-Politikerin im Rhein-Main- Gebiet. Mit „Darling“ hat sie bereits 2009 unter dem Pseudonym Hanna Hartmann ihren ersten Roman vorgelegt. „Tod im Licht der Luminale“ ist ihr zweiter Roman.

Bibliographische Daten:Hanna Hartmann
Tod im Licht der Luminale
Ein Frankfurt-Krimi
Societäts-Verlag 2012
244 Seiten, Broschur
€ 12,80 (D) / € 13,20 (A) / sFr 23,00 (CH)
ISBN: 978-3-942921-47-3