Mittwoch, Oktober 25, 2017

BdP-Redaktionsbesuch beim Journal Frankfurt

„Wie tickt Frankfurt?“

Ende Oktober war die Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zum Redaktionsbesuch beim „Journal Frankfurt“ eingeladen. Die im Rhein-Main Gebiet beliebte Publikation, die einen ihrer Ursprünge im linken „Pflasterstrand“ hat, zählt zu den auflagenstärksten Stadtmagazinen Deutschlands. „Die Auflage stagniert seit einigen Jahren, die Onlinezahlen steigen aber. Deshalb werden wir von 2018 an nur noch monatlich, aber für Abonnenten mit einer kostenfreien App erscheinen“, berichtete Chefredakteur Nils Bremer, der für eine heterogene Klientel von 68ern, urbanen Hipstern und Studenten schreibt. „Am besten verkauften sich vor 15 bis 20 Jahren noch Geschichten über Swingerclubs oder Tantramassagen – die Zeit ist vorbei, heute stehen Reportagen über Stadtteile vorne in den Verkaufscharts“. Stolz ist er, wenn Künstler wie Doug Aitkin, Ulay oder Tobias Rehberger das Cover des Magazins gestalten. „Jetzt warten wir alle sehr gespannt auf das Cover, das uns Jil Sander zu ihrer Ausstellung im MAK zugesagt hat“, so Bremer.

Schwanheimer-Goldsteiner Zeitung: SPD Krimi-Lesung: Klasse!



Samstag, Oktober 14, 2017

Lesung "Totengräbers Tochter" in Goldstein


Einladung zur Lesung "Totengräbers Tochter" taucht in Goldstein auf!

Der Sommer ist vorbei - es macht wieder Spaß, drinnen im Rund zu sitzen und Geschichten zu hören. Und die SPD Schwanheim/Goldstein bietet sie wieder an, so eine Runde: Die bekannte Sachsenhäuser Autorin Hanna Hartmann hat ihr 3.Buch geschrieben, "Totengräbers Tochter". Dieses Mal ist weitestgehend der Frankfurter Flughafen Schauplatz von Schmuggel, Verrat und Totschlag, es geht um böse Buben mit und ohne Gewissen und wildest entschlossene Fluglärmgegnerinnen..... Also wieder einer der typischen Hartmann-Krimis, die sich ja stets durch penibel recherchierte Hintergrundinformationen auszeichnen!

Wenn Schnecken Kleister schlecken
Auf Einladung der SPD Schwanheim/Goldstein wird Hanna Hartmann zur Autorenlesung, am Samstag, den 21.Oktober um 16.00 Uhr ins Jugendhaus Goldstein (Straßburger Straße 1) kommen. Alle sind herzlich dazu eingeladen, wie immer ist auch dieses Mal das Zuhören kostenlos! (Marion Weil-Döpel)

Donnerstag, Oktober 05, 2017

Totengräbers Tochter


Edith Tannhäusers dritter Fall am Drehkreuz Frankfurt-Airport

Jack arbeitet am Airport und ist tief in den internationalen Drogenhandel verstrickt. Doch er kommt über den Tod seiner Freundin Rena nicht hinweg. Als er aus dem Geschäft mit Kokain aussteigen will, stehen ihm nicht nur seine Auftraggeber, sondern auch grimmig entschlossene Fluglärmgegner von den Montagsdemos im Wege.
Als ein heftiges Gewitter den Flughafen lahmlegt und die Zollbeamten in der Ankunftshalle eine Leiche finden, beginnt Kommissarin Tannhäuser zu ermitteln. Im dritten Frankfurt-Krimi von Hanna Hartmann dreht sich diesmal alles um den Frankfurter Flughafen.

Totengräbers TochterFrankfurt-Krimi

Printausgabe

Preis:12,80 €
Format:
Broschur, 208 Seiten
ISBN:978-3-95542-218-9

Veröffentlichungsdatum: Juni 2017

Auflage: 1. Auflage

Sprache: Deutsch

SPD ++: Die Digitalisierung der Parteistrukturen ist eine Machtfrage


Petra Tursky-Hartmann war von 1997 bis 
1999 und von 2002 bis 2008 Vorsitzende 
des Virtuellen Ortsvereins der SPD. 
© Ralf Werner

Die SPD soll mehr digitale Beteiligungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder schaffen. So fordert es die Initiative „SPD ++“. Dabei ist bereits heute vieles möglich. „Es hakt eher bei der praktischen Umsetzung“, sagt die frühere Vorsitzende des „Virtuellen Ortsvereins“, Petra Tursky-Hartmann im Interview mit dem Vorwärts.


Von Kai Döring (05.10.2017)

Vorwärts.de: Die Initiative „SPD ++“ sagt, die Partei brauche einen neuen Ansatz, um ihre Mitglieder einzubeziehen. Sehen Sie das auch so?

Ohne Wenn und Aber ja! Und die Digitalisierung, die bei SPD ++ im Mittelpunkt steht, ist das Megathema, das uns als Partei beschäftigen muss.

Vorwärts.de: SPD ++ will Themenforen etablieren, die online organisiert sind und deren Mitglieder Antrags- und Rederecht auf dem Bundesparteitag haben. Ist das der richtige Ansatz?

Ja. Genau genommen gibt es das allerdings alles schon. Der Virtuelle Ortsverein (VOV) hat schon in den 90er Jahren über E-Mail-Listen online über verschiedene Themen diskutiert. Über die „InterPol“-Liste etwa haben wir über Internet und Politik debattiert. Im Vergleich zu heute mit Facebook, Twitter und Chatprogrammen ist das alles Steinzeit, aber für die damalige Zeit waren wir so etwas wie die digitale Avantgarde der SPD. Die Themen waren denen von heute übrigens sehr ähnlich.

Vorwärts.de: Was ist dann überhaupt der Unterschied zwischen dem Virtuellen Ortsverein und den Vorschlägen von SPD ++?

Der Virtuelle Ortsverein wollte in den 90er die Meinungs- und Willensbildung innerhalb der Partei im Internet vorantreiben – ganz so, wie es die Leute von SPD ++ nun offenbar auch vorhaben. Die Lage ist heute aber eine ganz andere als in den 90er Jahren. Damals galten alle, die etwas mit Computern gemacht haben, eher als Nerds. Heute ist der Computer aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Deshalb finde ich es gut, dass endlich wieder ein Vorstoß unternommen wird, das Thema Digitalisierung in der SPD voranzutreiben. Wir waren vor 20 Jahren Pioniere, die Macher von SPD ++ sind es mit den aktuellen technischen Möglichkeiten heute.

Vorwärts.de: Wenn Sie damals mit dem VOV schon ähnliche Anliegen vertreten haben: Warum ist die SPD in Sachen Beteiligung über das Internet heute nicht schon weiter?

Das ist eine gute Frage! Viele Rechte gibt es ja bereits, zumindest auf dem Papier. Der Bundesparteitag in Bochum hat bereits 2003 beschlossen, dass Anträge, die digital verabschiedet werden, beim Parteivorstand zur Beratung auf dem Parteitag eingereicht werden können. Sie müssen also schon jetzt nicht den Weg über die Ortsvereine nehmen. Es hakt eher bei der praktischen Umsetzung.


Vorwärts.de: Nutzt die SPD die Möglichkeiten, die das Internet bietet, zu wenig?

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Als Werbemöglichkeit nutzt die Partei das Internet sehr gut. Das hat man ja auch gerade während des Bundestagswahlkampfs gesehen. Bei der Diskussion von Themen oder beim Erarbeiten von Anträgen wird das Internet dagegen ziemlich stiefmütterlich behandelt. Das ist schade und ein Problem, denn die SPD verschenkt damit sehr viel Potenzial für Innovationen. Klar ist: Die Digitalisierung der Arbeitswelt wird nicht auf die SPD warten.

Vorwärts.de: Was sind die Gründe für die schleppende Entwicklung?

Die Digitalisierung der Parteistrukturen ist eine Machtfrage. Wenn Anträge digital und über Landes- und Bezirksgrenzen hinweg erarbeitet werden, stellt man damit die althergebrachten Hierarchien infrage. Deshalb sind die Beharrungskräfte in der SPD immer noch recht groß. Nur, wenn sich da nicht wirklich etwas tut, ist der Zug für die SPD endgültig abgefahren. Ich hoffe, dass sich die Initiatoren von SPD++ nicht beirren und von Formalien abschrecken lassen.

Vorwärts.de: Inwiefern?

Die Menschen erwarten von der SPD konkrete Antworten auf die Probleme ihres Alltags, der mehr und mehr von der Digitalisierung bestimmt wird. Wie verändert sich mein Arbeitsplatz durch die Digitalisierung? Welche Auswirkungen haben Veränderungen auf den Arbeitsschutz? Was bedeutet es für mich, wenn mein Kollege ein Roboter ist? All das wollen die Menschen wissen. Ich erlebe, dass das, was die SPD ihnen bietet, den meisten Arbeitnehmern zu theoretisch und zu akademisch ist.

Vorwärts.de: Was würden Sie raten?

Der SPD würde deutlich mehr praktischer Input von Menschen, die bereits digital arbeiten, guttun. Damit meine ich nicht nur, dass sie sie Partei beraten sollten, sondern sie müssten Teil des aktiven Parteilebens sein. Warum stellt man nicht einfach mehr Kandidaten auf, die bereits im digitalen Bereich gearbeitet haben und für die das Internet und die sozialen Medien ganz selbstverständlich zum Alltag gehören? Die Frage der Veränderung der Arbeitswelt unter dem Einfluss der Digitalisierung lässt sich doch nicht dadurch lösen, indem wir einfach noch mehr Anträge dazu verabschieden. Das sollte auch den Initiatoren von SPD ++ klar sein. Ich wünsche ihnen auf jeden Fall viel Glück!

Links: